2. Zuhause Pilotprojekt

2. Zuhause Pilotprojekt Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von 2. Zuhause Pilotprojekt, Jens Jacob Eschel Straße 25, Wyk auf Föhr.

Zwischen Tür und WeltManche Orte fallen nicht auf.Sie haben kein Schild, das verspricht, dein Leben zu verändern. Keine ...
24/01/2026

Zwischen Tür und Welt
Manche Orte fallen nicht auf.
Sie haben kein Schild, das verspricht, dein Leben zu verändern. Keine Öffnungszeiten, die Sicherheit geben. Und keinen Plan, der erklärt, was aus dir werden soll, wenn du sie wieder verlässt.
Und doch bleiben Menschen manchmal genau dort einen Moment länger stehen.
Zwischen Tür und Welt ist kein Ort im eigentlichen Sinne. Es ist der Augenblick, in dem man noch den Griff in der Hand hält und spürt, dass man nicht sofort weiter muss. Der Mantel ist noch an, die Gedanken sind noch unterwegs, und irgendetwas in der Luft sagt: Du darfst bleiben. Oder gehen. Beides ist in Ordnung.
Dieses Buch erzählt von solchen Momenten.
Von einem zweiten Zuhause, das niemanden besitzen will.
Und von einem leisen Netz, das Menschen verbindet, ohne sie festzuhalten.
Es erzählt von Inseln und Großstädten, von Zugezogenen und Dagebliebenen, von Gesprächen bei Kaffee, der manchmal zu stark und manchmal zu dünn ist. Von digitalen Räumen, in denen man sich zeigen kann, ohne sich erklären zu müssen. Und von realen Orten, an denen man nichts vorweisen muss, um dazuzugehören.
Es ist keine Geschichte über perfekte Menschen.
Und auch keine Anleitung für eine bessere Welt.
Es ist eine Geschichte über Aufrichtigkeit.
Über das, was Menschen für wahr halten – und wie wichtig ihnen diese Wahrheit ist.
Über Nähe, die wächst, wenn man sie nicht erzwingt.
Und über die leise Hoffnung, dass Verbindung möglich ist, selbst in einer Zeit, die oft laut ist.
Vielleicht erkennst du dich wieder.
Vielleicht erkennst du jemanden, den du kennst.
Vielleicht legst du das Buch irgendwann beiseite und denkst an einen Ort, der in deiner Nähe fehlt.
Wenn das geschieht, hat diese Geschichte genug getan.
Tritt ruhig ein.
Oder bleib noch einen Moment an der Tür stehen.
Beides ist gut.

Liebe Leute,  ich schreibe gerade ein Buch  um dieses,  und ein weiteres, dazu gehörendes,  Projekt lebendig zu beschrei...
24/01/2026

Liebe Leute, ich schreibe gerade ein Buch um dieses, und ein weiteres, dazu gehörendes, Projekt lebendig zu beschreiben.

Heute gibt es die ersten Kapitel...

1) Alex und die Sache mit dem Wind:

Alex hatte vergessen, wie ehrlich Wind sein konnte.
In Hamburg war Wind meist nur ein Gerücht zwischen Hochhäusern gewesen, etwas, das Zeitungen umblätterte oder Frisuren beleidigte. Hier auf Föhr hingegen stand der Wind einfach da und sagte: Moin. Ich bin jetzt hier. Und du auch.
Alex zog den Reißverschluss seiner Jacke ein Stück höher, obwohl es dafür eigentlich schon zu spät war. Die Fähre hatte ihn ausgespuckt wie jemanden, der nun selbst sehen musste, wie er klarkam. Wyk lag vor ihm, ruhig, fast gelassen, als hätte die Stadt schon sehr viele Ankömmlinge gesehen – und wüsste genau, dass man ihnen am besten erstmal nichts erklärte.
Er blieb kurz stehen. Nicht, weil er musste, sondern weil er es wollte.
Manchmal war Stehenbleiben eine Entscheidung.
Die Häuser wirkten aufgeräumt, ohne geschniegelt zu sein. Keine Stadt, die Eindruck schinden wollte. Eher eine, die sagte: Du kannst bleiben, aber tu nicht so, als wärst du wichtiger als der Rest.
Alex mochte das.
Er hatte keinen genauen Plan für diesen ersten Tag. Nur einen Zettel in der Tasche mit einer Adresse und zwei Worten, die ihm seit Wochen nicht aus dem Kopf gingen:
2. Zuhause.
Kein Zuhause im eigentlichen Sinn, hatte man ihm erklärt. Kein Ort, an dem jemand wohnte. Sondern ein Ort, an dem man sein durfte, ohne etwas darstellen zu müssen. Alex hatte genickt, als hätte er verstanden, was das bedeutete. In Wahrheit hatte er gehofft, dass der Ort es ihm zeigen würde.
Der Weg führte ihn weg vom Hafen, vorbei an kleinen Läden und Menschen, die aussahen, als hätten sie Zeit – oder zumindest keinen Stress damit, dass andere das glauben könnten. Ein älterer Mann grüßte ihn mit einem knappen Nicken. Alex nickte zurück. Ein kurzer Austausch. Mehr brauchte es nicht.
Das Haus, das er suchte, war unscheinbar. Kein Schild in Leuchtschrift, keine offene Einladung. Nur eine Tür, ein Fenster, Licht dahinter.
Und wieder dieser Gedanke: Wenn es echt ist, muss es nicht laut sein.
Drinnen roch es nach Kaffee und Holz. Jemand hatte offenbar versucht, einen Stuhl zu reparieren und dabei entschieden, dass es erstmal wichtiger sei, darüber zu reden. Stimmen, leise. Kein Mittelpunkt. Kein Empfang. Keine Rolle, die er sofort hätte einnehmen müssen.
Alex blieb einen Moment stehen, unsicher – und genau in diesem Moment fühlte er sich seltsam richtig.
Ein Mann mit grauem Haar sah kurz auf, musterte ihn, nicht prüfend, eher interessiert.
„Moin“, sagte er.
„Moin“, antwortete Alex.
Damit war genug gesagt.
Alex setzte sich auf einen freien Stuhl, der ein wenig wackelte, aber ehrlich wirkte. Er lehnte sich zurück, ließ den Blick durch den Raum schweifen und dachte:
Vielleicht muss man nicht wissen, wo man hingehört. Vielleicht reicht es, wenn man merkt, dass man nicht falsch ist.
Draußen drückte der Wind gegen das Fenster. Drinnen blieb es ruhig.
Und irgendwo, ohne dass Alex es ahnte, begann etwas, das Zeit brauchen durfte.

2) Lena und die Sache mit dem Weggehen:

Lena wusste noch genau, an welchem Punkt der Insel der Gedanke sie jedes Mal einholte.
Kurz hinter der Kurve, wo der Blick frei wurde auf die Felder, kam er zuverlässig zurück. Nicht laut, nicht dramatisch. Eher wie ein alter Bekannter, der sagte: Na? Immer noch hier?
Sie blieb kurz stehen, schob das Fahrrad neben sich her und atmete tief durch. Die Luft roch nach Erde und Salz, nach etwas, das man nicht erklären musste, wenn man damit aufgewachsen war. Föhr machte es einem nicht schwer zu bleiben – aber auch nicht leicht, wiederzukommen.
Lena war weggegangen, wie so viele. Nach der Schule. Erst mit Vorfreude, dann mit einem Knoten im Bauch. Hamburg hatte gerufen, mit all seinen Möglichkeiten, Seminarräumen, Cafés und dem Versprechen, dass dort irgendwo das echte Leben wartete. Sie hatte studiert, gelernt, sich verloren und wiedergefunden – alles, was man eben tut, wenn man glaubt, man müsse erst woanders jemand werden.
Und jetzt war sie wieder hier.
Nicht, weil sie gescheitert war.
Nicht, weil sie nichts anderes gekonnt hätte.
Sondern weil sie irgendwann gemerkt hatte, dass Weggehen und Ankommen keine Gegensätze waren.
Sie schloss das Fahrrad an und ging die letzten Schritte zu Fuß. Das Gebäude vor ihr war unscheinbar, fast so, als wolle es nicht auffallen. Lena mochte das. Orte, die nicht versuchten, mehr zu sein, als sie waren.
Drinnen war es ruhig. Kein Programm, kein Plan, keine Erwartungen, die an der Tür abgegeben werden mussten. Menschen kamen und gingen, manche blieben, manche halfen, manche redeten. Alles durfte nebeneinander existieren.
Lena setzte sich an den Tisch am Fenster, klappte ihren Laptop auf und sah einen Moment hinaus. Sie kannte diese Insel in- und auswendig – und trotzdem fühlte sie sich manchmal wie eine Besucherin. Zu lange weg, um einfach dazuzugehören. Zu sehr von hier, um nur Gast zu sein.
Sie öffnete die Seite, an der sie in letzter Zeit öfter hängenblieb. Kein klassisches Netzwerk. Keine Bilderflut, kein Vergleich. Stattdessen Fragen. Werte. Dinge, über die man sonst nur nachdachte, wenn es draußen still war.
Was ist dir wichtig?
Und wie wichtig ist es dir wirklich?
Lena lächelte leicht. Das war eine dieser Fragen, die harmlos wirkten und dann erstaunlich hartnäckig blieben. Sie tippte, löschte, tippte neu. Ehrlichkeit brauchte manchmal mehrere Anläufe.
Sie hatte in Hamburg viele Menschen kennengelernt. Gute Gespräche geführt. Verbindungen gehabt, die sich richtig anfühlten – und sich dann trotzdem verliefen. Hier auf Föhr war alles näher, enger, überschaubarer. Und vielleicht gerade deshalb komplizierter.
Ein leises Geräusch hinter ihr. Stimmen. Jemand lachte kurz, nicht laut. Lena hob den Blick, sah sich um, ließ ihn wieder sinken. Sie war gern hier. Nicht, weil sie hier alles verstand. Sondern weil sie hier nichts erklären musste.
Sie speicherte ihre Eingaben, klappte den Laptop zu und dachte:
Vielleicht geht es gar nicht darum, wo man lebt. Vielleicht geht es darum, ob man sich zeigen darf – egal wo.
Draußen zog eine Wolke über den Himmel. Drinnen blieb es ruhig.
Und irgendwo, ohne dass Lena es wusste, existierte ein Mensch, der ähnliche Fragen stellte – nur ein paar Straßen weiter, ein paar Schritte früher im eigenen Ankommen.

3) Erich Christiansen und die Kunst, nichts erzwingen zu wollen

Erich Christiansen hatte nie vorgehabt, etwas zu gründen.
Das war ihm wichtig.
Nicht aus falscher Bescheidenheit, sondern aus Überzeugung. Dinge, die wirklich trugen, so fand er, entstanden selten aus dem festen Vorsatz, etwas Großes zu schaffen. Meistens begannen sie mit einer Lücke. Und jemandem, der sie nicht ignorieren konnte.
Erich stand in der Küche des 2. Zuhauses und schnitt Brot. Nicht hastig, nicht ordentlich, sondern so, wie Menschen schneiden, die dabei nachdenken. Das Messer setzte an, hielt inne, setzte neu an. Er war kein gelernter Mann, jedenfalls nicht auf Papier. Aber er hatte im Laufe seines Lebens eine erstaunliche Fähigkeit entwickelt: Er konnte da sein, ohne sich in den Vordergrund zu stellen.
Das fiel nicht jedem sofort auf. Manche hielten ihn für still. Andere für vorsichtig. Ein paar für zu wenig entschlossen. Erich ließ ihnen diese Einschätzungen. Er hatte gelernt, dass man nicht alles korrigieren musste, was andere über einen dachten.
„Der Kaffee ist fertig“, sagte jemand aus dem Nebenraum.
Erich nickte, auch wenn es niemand sehen konnte, und stellte das Brot auf den Tisch. Nach und nach füllte sich der Raum. Keine festen Uhrzeiten, keine festen Rollen. Nur Menschen, die kamen, weil sie nichts anderes vorhatten – oder weil sie genau das vorhatten: nichts anderes.
Eine ältere Frau setzte sich ans Fenster und begann zu stricken. Zwei Jugendliche diskutierten leise darüber, ob man ein Regal reparieren oder gleich neu bauen müsse. Irgendwo klapperte Geschirr. Es war kein Durcheinander, eher ein langsames Einfinden.
Erich beobachtete das alles mit einer Aufmerksamkeit, die nicht kontrollierte, sondern wahrnahm. Er wusste: Das hier funktionierte nicht wegen ihm. Aber vielleicht funktionierte es auch nicht ohne ihn. Und das war ein Unterschied, den man nicht messen konnte.
Manchmal fragte er sich, warum Menschen ihm Dinge erzählten. Dinge, die sie sonst niemandem sagten. Von Einsamkeit, die sich nicht dramatisch anfühlte, sondern müde. Von Zugehörigkeit, die man nicht einfordern konnte. Von der Angst, immer ein bisschen falsch zu sein – egal wo.
Erich hörte zu. Er gab keine Lösungen. Er war kein Mann für große Worte. Aber er stellte Fragen, die Platz ließen.
„Was würde sich verändern, wenn du nichts beweisen müsstest?“ fragte er einmal.
Die Antwort kam oft erst viel später. Manchmal gar nicht. Das war in Ordnung.
An diesem Nachmittag setzte sich jemand Neues an den Tisch. Nicht auffällig, nicht schüchtern. Einfach da. Erich nahm es wahr, wie er alles wahrnahm, ohne es gleich einzuordnen. Neue Menschen brauchten Zeit. Und Zeit war hier kein Problem.
Er schenkte Kaffee nach, räumte Teller weg, hörte einem Streit über Schrauben zu, der eigentlich keiner war. Und dachte kurz – ganz kurz – daran, wie seltsam es war, dass ausgerechnet er hier stand.
Ein einfacher Mann, wie er sich selbst nannte.
Mit einer Idee, die größer war als er.
Und mit dem festen Willen, sie nicht kleiner zu machen, nur damit sie handlicher wurde.
Draußen begann es leicht zu nieseln. Drinnen blieb es warm.
Und irgendwo, nicht weit entfernt, schloss eine junge Frau ihren Laptop, während ein anderer Mann Brot schnitt – beide noch ahnungslos, dass sich ihre Wege längst in derselben Geschichte bewegten.

4) Ein Mann aus Köln und die Sache mit dem Bleiben

Der Mann aus Köln hatte eigentlich nur einen Kaffee gewollt.
Er war Ende vierzig, trug eine wetterfeste Jacke, die schon bessere Zeiten gesehen hatte, und diesen leicht wachsamen Blick von Menschen, die im Urlaub nie ganz abschalten können. Sein Name spielte keine Rolle. Er hatte ihn hier nicht gesagt, und niemand hatte gefragt.
„Ist das hier öffentlich?“ hatte er am Eingang gefragt.
Erich hatte genickt.
„Meistens.“
Das schien dem Mann zu reichen.
Er setzte sich an einen Tisch, an dem bereits drei Menschen saßen, die sich offenbar nicht abgesprochen hatten, hier zu sein. Eine junge Mutter, deren Kind auf dem Boden mit Holzklötzen spielte. Ein älterer Herr, der still die Zeitung las, ohne sie wirklich zu lesen. Und jemand, der gerade dabei war, einen Apfel zu schälen und ihn sorgfältig in Spalten zu schneiden, als hinge etwas davon ab.
Der Mann aus Köln nahm einen Schluck Kaffee. Dann noch einen. Er sagte eine Weile nichts.
Es dauerte fast zwanzig Minuten, bis er fragte:
„Was ist das hier eigentlich?“
Die junge Mutter lächelte.
„Ein Ort.“
Der ältere Herr ergänzte:
„Kein Programm.“
Jemand anderes meinte:
„Man kommt halt.“
Der Mann aus Köln runzelte die Stirn. Nicht verärgert, eher interessiert.
„Und… warum?“
Da wurde es kurz still. Nicht unangenehm. Nur ehrlich.
„Weil ich sonst den ganzen Tag mit niemandem rede“, sagte der ältere Herr schließlich.
„Weil mein Sohn hier lernt, dass Erwachsene nicht immer eilig sind“, sagte die Mutter.
„Weil man hier nichts erklären muss“, sagte der Apfelschneider.
Der Mann aus Köln nickte langsam. Man konnte sehen, wie er innerlich Notizen machte, ohne Stift, ohne Papier. So, wie Menschen es tun, wenn etwas sie trifft, das sie nicht gesucht haben.
Später half er dabei, einen Tisch zu reparieren. Er konnte das nicht besonders gut, aber er hielt Dinge fest, während andere schraubten. Niemand machte Witze darüber. Niemand lobte ihn. Beides wäre ihm unangenehm gewesen.
Am Nachmittag erzählte er, dass er aus Köln komme. Dass er dort in einem Viertel lebe, in dem man sich grüße, aber selten stehen bleibe. Dass es Cafés gebe, Coworking-Spaces, Vereine – und trotzdem dieses seltsame Gefühl, immer irgendwo Gast zu sein.
„Das hier“, sagte er und sah sich um, „ist ja nichts Besonderes.“
Erich, der gerade Wasser nachfüllte, sah kurz auf.
„Genau.“
Der Mann lachte leise. Dann wurde er wieder ernst.
„Aber es ist selten.“
Als er ging, blieb er noch einmal an der Tür stehen. Er zögerte, so wie Menschen zögern, die etwas mitnehmen wollen, das man nicht einpacken kann.
„Wenn man sowas bei uns machen wollte“, sagte er, mehr zu sich selbst als zu den anderen, „müsste man wahrscheinlich weniger erklären… und mehr aushalten.“
Erich nickte.
„Das hilft.“
Der Mann aus Köln ging. Am nächsten Tag würde er abreisen, zurück auf das Festland, zurück in sein Leben. Er würde niemandem von einem großen Projekt erzählen. Nicht von einer Vision. Nicht von einem Modell.
Er würde sagen:
„Da gibt es einen Ort, da darf man einfach sein.“
Und irgendwo in Köln würde Wochen später jemand zuhören – und vielleicht eine Tür nicht gleich wieder schließen.
Im 2. Zuhause wurde der Tisch weiter benutzt. Der Kaffee wurde nachgeschenkt. Das Kind baute einen Turm, der umfiel.
Niemand sprach darüber, dass gerade etwas Wichtiges passiert war.
Denn hier tat Wichtiges das selten.

---Das 2. Zuhause KONZEPT FÜR ÄMTER, INVESTOREN & SPONSOREN1. Gesellschaftlicher HintergrundZunehmende VereinsamungWegfa...
17/01/2026

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Das 2. Zuhause
KONZEPT FÜR ÄMTER, INVESTOREN & SPONSOREN

1. Gesellschaftlicher Hintergrund

Zunehmende Vereinsamung

Wegfall klassischer Familienstrukturen

Steigende psychische Belastungen

Überlastung sozialer Systeme

Das 2. Zuhause wirkt präventiv, niederschwellig und gemeinschaftsstärkend.

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2. Ziel des Projekts

Förderung sozialer Teilhabe

Generationenübergreifende Begegnung

Prävention von Isolation und Depression

Stärkung lokaler Gemeinschaften

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3. Das Besondere am Modell

Kein konsumorientiertes Angebot

Keine klassische Betreuungseinrichtung

Selbstorganisiert mit klaren Prinzipien

Sehr niedrige Kostenstruktur

Hohe soziale Wirkung

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4. Stabilität durch Prinzipien

Die Stabilität des Projekts entsteht nicht durch starre Regeln, sondern durch klar definierte Grundprinzipien:

1. Rahmen statt Programm

2. Verantwortung im Wechsel

3. Beitrag statt Konsum

4. Niedrige finanzielle Schwelle

5. Alkohol- und drogenfreier Raum

Diese Prinzipien sind übertragbar und sichern Qualität.

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5. Organisationsstruktur (vorgesehen)

Gründung eines gemeinnützigen Vereins als Träger

Klare, einfache Vereinsstruktur

Lokale Standorte arbeiten selbstständig im Rahmen der Grundprinzipien

Zentrale Leitungs- und Hüterrolle zur Sicherung der Qualität

Keine Franchise-Struktur, keine Gewinnerzielung

Mit wachsendem Erfolg entsteht Verwaltungsaufwand. Perspektivisch kann eine teilweise oder vollständige Vergütung von Leitungs- und Koordinationsaufgaben vorgesehen werden, sofern dies der Gemeinnützigkeit entspricht und dem Projekt Stabilität verleiht.

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6. Räumliches Konzept

Geeignete Räume:

Wohnungen

Häuser

ehemalige Gastronomie

leerstehende Ladenflächen

Vorteil:

flexible Nutzung

Belebung von Leerstand

geringe Investitionskosten

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7. Finanzierung

Die Finanzierung basiert auf einem soliden, transparenten und niedrigschwelligen Modell:

Monatliche Gemeinschaftsbeiträge der Nutzer:innen

Fördermittel (kommunal / regional / national / EU)

Spenden & Sponsoring

Sachleistungen (Räume, Ausstattung, Verbrauchsmaterial)

Langfristig wird eine möglichst bargeldlose Organisation angestrebt (z. B. Dauerauftrag, digitale Zahlungssysteme). In der Startphase können Übergangslösungen notwendig sein.

Alle Mittel dienen ausschließlich dem gemeinnützigen Zweck.

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8. Föhr als Leuchtturmprojekt

Startregion mit ca. 5 Standorten

Hohe Sichtbarkeit durch Tourismus

Übertragbarkeit auf andere Regionen Europas

Föhr als Lern- und Modellstandort

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9. Langfristige Perspektive

Aufbau einer europaweiten Bewegung

Erhalt lokaler Autonomie

Zentrale Sicherung der Grundprinzipien

Nachhaltige soziale Wirkung

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10. Kernaussage

> Das 2. Zuhause ist eine Investition in soziale Stabilität, Prävention und Menschlichkeit – mit hoher Wirkung und geringen Kosten.

Das 2. ZuhauseEin Rahmen für gelebte Gemeinschaft---KONZEPTVORSTELLUNG FÜR MENSCHEN, DIE MITMACHEN WOLLEN(Besucher:innen...
17/01/2026

Das 2. Zuhause

Ein Rahmen für gelebte Gemeinschaft

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KONZEPTVORSTELLUNG FÜR MENSCHEN, DIE MITMACHEN WOLLEN

(Besucher:innen, Mittragende, Gestaltende)

1. Worum es geht

Das 2. Zuhause ist ein Ort, an dem Menschen außerhalb ihres privaten Wohnraums zusammenkommen, um Gemeinschaft zu leben. Nicht als Angebot, nicht als Dienstleistung, sondern als gemeinsam getragener Raum.

Hier geht es nicht darum, etwas zu konsumieren – sondern darum, Teil von etwas zu sein.

Jeder Mensch bringt etwas mit:

Zeit

Fähigkeiten

Aufmerksamkeit

Lebenserfahrung

oder einfach Präsenz

Und jeder Mensch darf auch nehmen:

Gemeinschaft

Unterstützung

Austausch

Freude

Entlastung

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2. Die innere Haltung

Das 2. Zuhause lebt von einer gemeinsamen Haltung:

> „Schaue immer, was du für die Gemeinschaft tun kannst – und genieße auch, was andere für die Gemeinschaft geben.“

Es gibt keine Pflicht zur Leistung, aber eine Einladung zur Beteiligung.

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3. Was dich hier erwartet

Ein alkoholfreier, sicherer Raum

Menschen verschiedener Generationen

Keine Konsumpflicht

Keine Bewertung

Kein Leistungsdruck

Jeder Tag ist anders, weil die Menschen ihn gestalten.

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4. Mögliche Aktivitäten (entstehen aus euch)

Spielen, reden, lachen

Gemeinsam kochen oder backen

Reparieren statt wegwerfen

Stricken, basteln, handwerken

Filmabende mit Gesprächen

Babysitting durch erfahrene Ältere

Zuhören, da sein, Zeit schenken

Alles darf entstehen – nichts muss.

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5. Verantwortung im Wechsel

Um Stabilität und Verlässlichkeit zu schaffen, gibt es die Tagesverantwortung:

Eine regelmäßige Besucherin / ein regelmäßiger Besucher übernimmt für 6 Stunden Verantwortung

Diese Rolle ist kein Chefsein, sondern Raum halten

Begrüßen, Überblick behalten, vermitteln, ermöglichen

Verantwortung wandert – niemand trägt sie allein.

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6. Kosten & Beteiligung

Die Kosten des 2. Zuhauses stehen immer in einem direkten Verhältnis zur Größe des Ortes, zur Anzahl der Menschen und zur tatsächlichen Nutzung.

Ein kleines 2. Zuhause mit wenigen regelmäßigen Besucher:innen verursacht entsprechend geringere Kosten als ein stark frequentierter Ort. Ebenso gilt: Je mehr Zeit Menschen hier verbringen, desto höher ist der Verbrauch – und desto größer zugleich der persönliche und soziale Nutzen.

Grundmodell:

Monatlicher Beitrag: höchstens 25 € pro Person

Der Beitrag ist bewusst einfach gehalten und für alle gleich

Er schafft Planungssicherheit und Gemeinschaftsgefühl

Umgang mit Überschüssen:

Nicht verbrauchte Mittel fließen in den Folgemonat

Finanzierung von:

freiem Kaffee & Tee

Trinkwasser / Wasserspender

gemeinschaftlich nutzbaren Grundbedarfen

Damit wird sichtbar: Wer beiträgt, ermöglicht etwas für alle.

Niemand wird ausgeschlossen, wenn der Beitrag zeitweise nicht oder nur teilweise möglich ist. Gemeinschaft bedeutet auch gegenseitiges Tragen.

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7. Was du hier finden kannst

Anschluss

Sinn

Zugehörigkeit

echte Begegnung

Und vielleicht das Gefühl:

> „Ich werde gebraucht – und ich darf einfach ich sein.“

Großartiges Format auf verschiedenen Ebenen. Liebe Mitmenschen,  schaut euch diese Serie an. Lasst uns gemeinsam inspiri...
05/03/2025

Großartiges Format auf verschiedenen Ebenen. Liebe Mitmenschen, schaut euch diese Serie an. Lasst uns gemeinsam inspirieren und schauen was es mit UNS macht...

Jetzt! 🤩 Herbstresidenz auf VOX

ℹ️ Im Anschluss bin ich dann live bei stern TV - 22:35 und rede mit Steffen Hallaschka über die Erfahrungen in der Herbstresidenz. - Ich freue mich über eure Meinung. - Vielleicht kommen wir bei SternTV dazu, von euch gestellte Fragen und Anmerkungen zur Sendung zu besprechen.

Was könnten wir als Gemeinschaft erreichen,  wenn wir reflektiert und gemeinsam handeln würden? Wir könnten gemeinsam un...
05/03/2025

Was könnten wir als Gemeinschaft erreichen, wenn wir reflektiert und gemeinsam handeln würden?
Wir könnten gemeinsam unsere Zukunft gestalten.
Zum Beispiel sichere Orte im Alltag schaffen...

Viele fragen mich mittlerweile was es denn mit dem  2. Zuhause Pilotprojekt auf sich hat. Ich möchte heute mal die häufi...
14/02/2025

Viele fragen mich mittlerweile was es denn mit dem 2. Zuhause Pilotprojekt auf sich hat.

Ich möchte heute mal die häufigsten Fragen beantworten, um mehr Licht ins Projekt zu bringen.

1) Warum braucht es ein 2. Zuhause in meinem Umfeld?

Mir ist schon lange aufgefallen, seit ca. 10 Jahren, dass wir in unseren Gesellschaften u.a. große Probleme mit der Vereinsamung haben.
Dazu verfügen immer weniger Menschen über genügend Einkommen um sich in der Gastronomie mit Mitmenschen zu treffen.
Auch das tägliche Kochen mit frischen Lebensmitteln ist einigen Leuten nicht möglich.
Viele Menschen haben in ihrem 1. Zuhause nicht genügend Platz um andere Menschen einzuladen oder möchten es aus diversen Gründen nicht.

Viele Familien leben weit auseinander und Wohnortwechsel aus beruflichen Gründen geschehen auch immer öfter.
Und in Orten wie auf Föhr gibt es erfahrungsgemäß viele Neu-Zugezogene! Mit einem 2. Zuhause kann wirkliche Integration von Menschen aus nah und fern geschehen.

2) Was kann man dort denn machen?

Menschen möchten sich gerne mit anderen Menschen treffen um z.B. Spiele zu spielen, gemeinsam zu kochen und zu essen. Oder leckere Kuchen backen... ❤
Oder zusammen einen Film schauen, basteln, handwerklich wirken.
Oder einfach mal zusammen zu sitzen um zu reden oder auch zu schweigen. Also fast alles, was man auch in einem 1. Zuhause machen kann.

3) Wann hat so ein 2. Zuhause geöffnet?

Es gibt Menschen die vielleicht nur 1x die Woche kommen, andere vielleicht 5x.
Das 2. Zuhause hat normalerweise 7 Tage geöffnet. Z. B. von morgens um 8 Uhr bis Abends 22 Uhr.

4) Welche Regeln gelten dort?

Es darf dort z. B. nicht geraucht werden und auch Alkohol ist tabu.
Übernachtungen sind normalerweise auch nicht möglich, aber es gibt Ausnahmen für Besucher aus anderen 2. Zuhause-Ablegern siehe Punkt 17)

5) Wer leitet oder kontrolliert so ein 2. Zuhause?

Es gibt eine allgemeine Leitung für alle 2. Zuhause Objekte.
Und in jedem einzelnen 2 Zuhause gibt es "Tagesverantwortliche", bzw. "Schichtverantwortliche". Diese sind verantwortlich für Ordnung und Sauberkeit.
Natürlich sollen Alle gemeinsam dafür einstehen, aber verantwortlich sind dann immer einzelne Mitglieder

6) Wie sieht so ein 2. Zuhause eigentlich aus?

Das ist total unterschiedlich. Denn ein 2. Zuhause kann eine Wohnung sein oder ein Haus. Oder ein stillgelegtes Restaurant, ein ehemaliger Laden oder was immer sich eignet.
Die Einrichtung sollte gemütlich, aber zweckmäßig sein.

7) Wieviele Menschen können da so hinkommen?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn das liegt immer daran wie groß das Objekt ist und wie oft die Menschen in der Woche/ Monat kommen.

8) Wer darf kommen und mitmachen?

Alle, die sich dort wohlfühlen und sich mit den Regeln und Gepflogenheiten identifizieren. Man sollte sich irgendwie sinnvoll einbringen wollen und das Gemeinwohl der Gruppe im Auge und Herzen haben.
Und die, die Sprache des jeweiligen Landes sprechen oder wirklich sprechen wollen.

9) Wer zahlt das Alles?

Die jeweiligen Mitglieder. Die Kosten können durchaus verschieden sein. Sie liegen den derzeitigen Planungen nach zwischen 20 und 30€ im Monat pro Person. Ein Objekt kann aber auch vom Besitzer günstiger/kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, dann verringern sich die Kosten.

Dazu kommt, bei Gefallen, noch eine Pauschale für Kaffee und Tee, ca. 5 €.
Die Objekte werden vom Träger 2. Zuhause gemietet und eingerichtet.

10) Wann startet das Projekt?

Idealerweise noch 2025. Für den Start suchen wir begleitende Paten, die sich auf verschiedene Art einbringen können. Da bekanntlich in jedem Anfang ein Zauber liegt, aber auch jeder Anfang schwer sein kann, wünschen wir uns starke Unterstützer.
Entweder mit Rat, Tat oder finanzieller Hilfe. Diese brauchen wir nur für das erste Objekt, danach soll es sich selbst finanzieren. Also das 1. Objekt hilft dann dem 2. Objekt und so weiter.

11) Wie kann ich jetzt helfen?

Ganz einfach, melde Dich bei uns, sage wie du helfen kannst und willst. Stelle Fragen und bei Gefallen teile diese Idee mit deinem Umfeld.

12) Wie wird die rechtliche Form sein?

Wir wissen gerade noch nicht wie wir die kurz- und langfristige Administration gestalten, ob wir einen Verein gründen oder langfristig eine gemeinnützige Firma gründen. Alles Gute ist möglich.
Es liegt auch am tatsächlichen Bedarf auf Föhr, in Schleswig-Holstein, Deutschland oder auch in Europa. Denn wir glauben, dass ein 2. Zuhause überall gebraucht werden kann um das gesellschaftliche Leben zu verbessern.

13) Warum ist das Pilotprojekt ausgerechnet auf Föhr?

Weil die Idee hier letztendlich geboren wurde, weil ich hier lebe und weil hier viele Urlauber aus der ganzen Welt sind, die sich, in der entspanntesten Zeit des Jahres, damit beschäftigen können und die Idee in ihren Heimatort mitnehmen können. Entweder als offizieller Ableger des 2. Zuhauses oder als eigene Form in eigener Verantwortung.
Man könnte im Sommer z.B. 1x die Woche einen Tag der offenen Tür machen um die Idee vorzustellen.

14) Muss man langfristiges Mitglied sein?

Jein, denn wer Verantwortung in seinem 2. Zuhause übernehmen möchte, sollte auch bereit sein für z.B. 3 Monate verantwortlich seine Schicht leiten zu wollen.
Wer als Besucher zu uns kommt, zahlt vorab immer nur für einen Monat und entscheidet Monat für Monat ob er bleiben möchte. Sollten mehr Besucher kommen wollen, entscheiden die Verantwortlichen wer kommen darf. Diese Entscheidung sollte danach geschehen wie stark sich jemand positiv in die Gruppe einbringt.

15) Wo auf Föhr soll ein 2. Zuhause sein?

Ich glaube, dass es mehrere geben könnte. In jedem Dorf und auch in Wyk sehe ich größeren Bedarf.

16) Ist jetzt alles angesprochen und erklärt?

Nein, bestimmt nicht.
Abschließend möchte ich einen Gedanken dazu teilen:
Jedes einzelne 2. Zuhause soll einen sicheren Rahmen geben, damit die jeweiligen Mitglieder, miteinander, ihr jeweiliges Bild gestalten.

17) Noch was?

Ja, es kann z. B. eine Möglichkeit sein, dass verantwortliche und verantwortungsbewusste Mitglieder anderer 2. Zuhause- Objekte in Gästezimmern anderer Objekte kurzzeitig übernachten könnten.

Und jede andere sinnvolle Idee darf nach Absprache umgesetzt werden.

Ach ja, ich bin Christian Ehrich und freue mich auf jede Nachricht, die dieses Projekt voranbringt und zur Unterstützung der Umsetzung beiträgt.

Bis dahin, eine gute Zeit mit guten Gedanken

🌞🍀❤

Persönliche Stellungnahme zum Geschehen im Sperrgutbasar Ende 2024. Ich habe lange gezögert darüber zu schreiben, aber n...
12/02/2025

Persönliche Stellungnahme zum Geschehen im Sperrgutbasar Ende 2024.
Ich habe lange gezögert darüber zu schreiben, aber nach vielen Gesprächen, mit Vertrauten und Beteiligten, entschieden offen und transparent mit den Geschehnissen umzugehen. Auch wenn es bedeutet, dass wieder Unruhe entstehen könnte.

Als ich im Sommer '24 anfing zu überlegen, ob ich die Nachfolge im Sperrgutbasar antreten soll, habe ich den Leuten, im und um den Sperrgutbasar herum, und mir selbst viele Fragen gestellt.

Besonders interessierte mich welche Aufgaben und Probleme mir wirklich begegnen würden und ob ich der richtige Nachfolger von Tante Renate sein könnte.

Es waren vorallem 5 Fragen/ Aufgaben erkennbar.

1) Die Probleme der Anliefernden beim Ausladen durch drängelnde und distanzlose Personen, teilweise Übergriffe und voreiliges Entnehmen von Spenden aus den Lieferfahrzeugen.

2) Probleme des Sperrgutbasar-Teams und Besucher durch "gierige und hordende" Leute. Unangenehme Stimmung weil einige wenige Leute "raffen" und es teilweise dann sogar weiterverkauft haben sollen.

3) Ordnung, Übersichtlichkeit und klarere Strukturen im Sperrgutbasar zu schaffen.

4) Im neuen Jahr, mit Absprache des Vorstandes, ein stabiles Team zu etablieren. Besonders weil das Team durch Umstände zu klein wurde.

5) Vorwürfe, dass Teammitglieder sich vorab die besten Sachen raus suchen würden und sogar anderweitig verkaufen würden.

Ich habe, schon vor der offiziellen Übergabe im November, angefangen die Probleme anzugehen.
Zeitgleich waren wir alle sehr mit der Planung von Renates Abschiedsfeier beschäftigt.
Diese war ein voller Erfolg und ich werde diesen schönen Tag nicht mehr vergessen.

Die beiden ersten Punkte der Aufgaben konnte ich, mit entsprechender Hilfe, relativ schnell beheben.
Punkt 3 schaffte ich in den ersten beiden Wochen im November.
Eine Erweiterung des Teams wurde, in Absprache mit dem Vorstand, in den Januar verschoben. Erste Vorgespräche und Interessierte gab es schnell, besonders weil sich die Stimmung im und um den Sperrgutbasar verbesserte und Menschen Lust bekamen mitzuwirken.

Als ich jedoch beim 5. Punkt anfing Dinge zu hinterfragen, bekam ich mehr Gegenwind als gedacht.

Ich bitte vorab darum, meinen vollsten Respekt vor der Leistung von Tante Renate und anderen aufrichtigen Helfern anzuerkennen. Ich mache Ihr und diesen Leuten des Sperrgutbasars keinerlei Vorwürfe.

Anfang November, nach einem gemeinsamen Gespräch mit dem Vorstand, trennten wir uns von einem Teammitglied. Ich dachte, dass wir dadurch bei Punkt 5 einen wesentlichen Schritt geschafft haben, aber dem war leider nicht so.

Ich kam intern nicht weiter, weil mir der uneingeschränkte Zugang, von 3 Mitgliedern des Teams, zum wichtigen Bereich der gebrauchten Klamotten verwehrt wurde. Daraus entstand ein merkwürdiger Disput und ich ging alarmiert und umgehend auf den Vorstand des BUND zu.
Auch diese 3 Teammitglieder gingen mittlerweile auf den Vorstand zu und beschwerten sich, weil ich beharrlich Zugang zu diesem Bereich einforderte.

Beim Vorstand war der Umgang, mit dieser Problematik, für mich jedoch sehr unbefriedigend und ich entschied im Gespräch meine Aufgabe als Leiter wieder abzugeben.
Mein Vertrauen in den Vorstand war nicht mehr groß genug um weiter zu machen. Es gab zudem noch einige Vorwürfe an mich, die allesamt von meiner Seite widerlegt werden konnten.
Als Beispiel möchte ich hier anführen, dass Tante Renate mich früh gebeten hat, ihre, überall öffentlich, angegebene private Telefonnummer zu löschen oder mit meiner Nummer zu ersetzen. Dieses tat ich. Der Vorstand warf mir dann im Gespräch aber vor, dass ich mich wohl in den Vordergrund stellen möchte, weil ich überall meine Nummer angegeben hätte...

Ich möchte darauf hinweisen, dass Punkt 5 bis heute nicht geklärt werden konnte, weil der Vorstand kein weiteres Gespräch mit mir führen wollte.

Mir ist völlig unverständlich warum der BUND als Träger des Sperrgutbasars kein Interesse hat, diesen wichtigen Punkt zu klären.
Vielleicht kann einfach nicht sein, was nicht sein kann.
Dass ich seit Januar Hausverbot im Sperrgutbasar habe, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

Wer sich mit allen Beteiligten, also Anliefernden, Abholenden, Verteilenden und Verantwortlichen auseinander gesetzt hat, kann sich erst ein richtiges Urteil über die Vorgänge im Sperrgutbasar erlauben.

Im Sinne der guten Idee des Sperrgutbasars, hoffe ich, dass es ihn noch viele Jahre geben wird und man vernünftig mit den daraus entstehenden Herausforderungen umgeht.
Denn es werden dem Sperrgutbasar viele Dinge anvertraut. Davon sind etliche Dinge auch von finanziellem Wert. Dies weckt naturgemäß Begehrlichkeiten. Der Umgang damit sollte dringend überdacht werden.

Abschließend möchte ich deutlich sagen:
Ich habe jederzeit versucht, die Interessen aller Beteiligten des Sperrgutbasars gleichmäßig und gerecht, zu berücksichtigen.
Ein faires und transparentes Miteinander aller Beteiligten konnte ich jedoch von meiner Seite nicht mehr gewährleisten, so dass ich nach sehr kurzer Zeit meine Aufgabe als verantwortlicher Leiter wieder ablegen musste, vor allem um mir selbst treu zu bleiben.
Ich wurde indes immer wieder gefragt ob ich nicht einen neuen "Sperrgutbasar" eröffnen möchte, wo Dinge so laufen würden wie ich und andere es sich vorstellen. Nein, das möchte ich derzeit nicht.
Es gibt jetzt andere neue Projekte die nun Vorrang haben. Z.b. das 2. Zuhause.
Mehr dazu im Laufe des Jahres auf der Facebookseite 2. Zuhause Pilotprojekt Föhr.

Vielen Dank,
Christian Ehrich

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Jens Jacob Eschel Straße 25
Wyk Auf Föhr
25938

Telefon

+491629868764

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