14/11/2015
Long time ago…
Nein, so fangen Geschichten. Wo sind wir denn hier?!? Richtig. Ganz anderes Thema… VATTERTACH 2015…
Ja, ein halbes Jahr ist es nun her. Wir alle wissen noch (mehr oder weniger), wie es am 14.05.2015 so war. Das Wetter grandios, die Stimmung super und die Rotte hat sich wie immer blendend geschlagen. Aber der Reihe nach…
Wie alljährlich üblich hat sich die Säuferrotte bei Familie E. eingeladen, um dem bevorstehenden Alkoholkonsum eine nahrhafte und gesunde Basis zu bieten: Belegte Brötchen und Mett. Besser geht das nicht… Und sollte auch in keinem Haushalt fehlen. Da war sich die Rotte einig.
Ja, auch das Wetter spielte eine entscheidende Rolle für das Gelingen dieses wundervollen Vattertachs. Es war uns einfach hold. Der erwartete Regen kam nicht an, die Sonne verschonte die vorhandenen Glatzköpfe und die ausbleibende Hitze sorgte dafür, dass die Brühe stets frisch blieb. Saubere Sache, wenn das Wetter mitspielt.
Sobald sich die Rotte in Bewegung setzte, folgte sie friedlich dem nun auch im 2. Jahr in Folge notwendigen Umweg, da die Stammesbrücke durch die Überbreite (der Bollerwagen – versteht sich) abermals nicht überquerbar erschien. Ein notwendiges Übel, steht doch die Beschallung der Rotte sowie der gesamten Umgebung auch irgendwie im Mittelpunkt des HalliGalli… Apropos Beschallung: Schon nach wenigen Minuten der lustigen S(/L)auferei kam es zum ersten Höhepunkt(!) der Rotte – bzw. des Tages: Die Hauptversammlung stand an. Durchgeführt von Kaiser und König (oder wie auch immer sie sich jetzt nennen – ist ja auch egal) sowie begleitet von unserem besten Freund Dieter Wischmeyer und seiner Ansprache zum Vattertach. Ein rührender Moment. Durch die Reihen blickend konnte der Kriegsberichterstatter dabei feststellen, dass sich die Beteiligungsrate in den Vorjahren durchaus positiver darstellte. Der Nachwuchs muss hier eindeutig mehr gefördert werden. So soll die Rotte doch einfach weiterhin in den Netzwerken nach trinkfesten Kollegen Ausschau halten, welche sich in den nächsten Jahren anschließen wollen. Propaganda ist also stets willkommen…
Nun standen auch die alljährlichen Wahlen der Ämter an. Für viele sicherlich aufregend, sollten sie doch erstmals in ihrem Leben an einer direkten Wahl teilnehmen. Um die Verkündung des Ergebnisses kurz zu machen: Die beiden Oberhäupter ließen sich bestätigen, was auch für eine Vielzahl der übrigen Ämter den Ausgang der Wahlen beschreibt. Daneben erhielten einige Ämter eine Aufwertung, wurden teils sogar neu besetzt oder aufgewertet. Ersparen wir uns die Details. Die kann sich auch jeder bei der Jahresauftaktveranstaltung zu Gemüte führen…
Nun ging es entlang des wunderschönen Blumenauer Kirchweges in Richtung Wunstorf, auf welchem die Rotte nicht nur unglaublich langsam voran kam, sondern auch ständig den gleichen Wegelagerern über den Weg lief. So schafften Pausen an der Südaue den nötigen Abstand – schließlich gingen der Rotte die immer gleichen Gesichter ziemlich auf den Sack…
Man schleppte sich und die Bollerbrühe voran, um nicht nur dem eigenen Pflichtbewusstsein geschuldet, sondern natürlich auch der geschmacklichen Explosion folgend sowohl vorwärts zu kommen, als auch die Schwere der Bollerwagen stets zu minimieren. Das gelang ohne Abzüge in der B-Note. Einzig ein paar kaputte Mitläufer sorgten mit ihrem scharfen Schnappes für Schnappatmung einiger Rottenmitglieder. Die Vögel sah die Rotte aber alsbald nicht (mehr) wieder.
Auf mysteriöse Weise befand sich die Rotte anschließend auch nahezu allein auf weiter Flur. Das erreichte Etappenziel, die Esso in Wunstorf, erschien seltsam leer. War man am falschen Tag gestartet? Nein, so schlimm ging es der Rotte in dem Moment noch nicht. Auch, wenn erste Ausfallerscheinungen zum Tragen kamen. Nur wenige Schritte weiter strandete die Rotte am Schnellrestaurant mit den beiden goldenen Bögen, um in diesem Jahr erfolgreich(!) das McDrive samt Bestellung durchfahren zu können. Ein Etappensieg für die gesamte Rotte, der Rottengröhler gab sein Ständchen und alle sorgten für eine weitere Basis im Kampf gegen die rauen Alkoholmengen. Die zweite Base war safe…
Es kam, wie es kommen sollte: Am Hohen Holz entstand das, was stets für die Ewigkeit festgehalten wird: Das Rottenfoto. Zugegeben, es gab schon schönere Fotos, aber es ja eher Pflicht statt Kür, sich der Medienmenge hinzugeben. Einige schauten auch bewusst weg oder konnten das Drama einfach nicht mit ansehen…
Weiter ging’s dann zu Alten’s Ruh, wo die Rotte nun endlich auf tankkräftige Gesellen stieß, um sich der Bierlaune gänzlich hinzugeben. Man muss schon sagen: Ab hier ging die Post so wirklich ab. Apropos Hingabe: Auch im Jahr 2015 ließen sich die Bollerwagen nicht lumpen. Sie hielten, was ihre Ausmaße versprachen. Sicherlich musste der ein oder andere mal Hand anlegen, dennoch waren die Vorkommnisse aus vergangenen Jahren nicht aufzutreffen. Folglich war die Entscheidung pro Evolution und kontra Revolution bei der Tauglichmachung der Wagen die beste Entscheidung ever… Der Dank gilt in diesem Fall also dem Chef-Ingenieur und seinen Schergen.
Nach kurzer Durchquerung des dunklen Waldes zeigte sich auch schon das Licht am Ende des… Waldes! Ja, so war es tatsächlich. Das Tageslicht war für einige in der Rotte ein Heilsbringer sondergleichen, schließlich wartet hier abermals der SPD-Propagandastand auf die Rotte und die Bollerwagen. Gesagt, getan. Viele gingen der Politikmaschinerie auf den Leim und kauften sich überteuerte „Bratwürste“, um Base drei zu safen. Ob das wirklich richtig war? Nun, der KBE enthält sich hier wohl seiner persönlichen Meinung und kehrt zurück zu seiner objektiven Beschreibung der Geschehnisse an diesem Tag.
Wie eh und je ereignete sich nach erfolgreicher Stärkung das Rotte das alljährliche Flunky Ball Spiel, welches von den Stärksten der Rotte für den Wunstorfer Bollerwagen n.e.V. bestritten wurde. Hier zählten nicht nur Muskeln, sondern auch (Nerven-) Stärke. Wer schlussendlich gewann, mitgespielt hat und wie dabei aussah, ist nicht zweifelsfrei überliefert. Dennoch ein starkes Spiel aller Mannschaften, schließlich waren einige Rottenangehörige so eifrig, als dass sie sich bei der Verteidigung der Rottenehre heldenhaft verletzten. So viel Einsatz gehört gewürdigt!
Der sich anschließende Weg nach Steinhude sorgte wie immer dafür, dass sich die Rotte immer weiter von der anfänglichen Zusammengehörigkeit entfernte. Hierbei darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Länge des Weges, die Streckenführung sowie das Gefälle federführende Gründe sind. Die Rotte selbst war und blieb unschuldig. Angekommen in der Weltmetropole verschafften sich die versprengten Teile der Rotte einen Überblick über das Festgelände – und schauten erstaunt drein: Hatte sich der jahrelange Kampf um die Standterrassen nicht ausgezahlt? Ein Tiefschlag, der nur mit flüssiger Hilfe überwunden werden konnte. Und so kam es auch, wie es kommen musste: Die stattlich herausgeputzten Bollerwagen des Wunstorfer Bollerwagen n.e.V. sowie die der ganzen Nacheiferer mussten auf einem Stoppelfeld unweit der Strandterrassen ihren sicheren Hafen erkennen, der mehr Acker als Wiese war und quasi sofort zu Auffälligkeiten beim Vorankommen sorgte. Damit konnte auch keiner rechnen…
Dennoch blieb das Happening auf dem Acker stets friedlich. Ausschreitungen sind dem KBE bis heute nicht gemeldet worden! So sorgte die Rotte auch dafür, dass die transportierte Bollerbrühe hier auch ihr wohlverdientes Ende fand: Im Rachen der Recken. Schluss, aus, vorbei…
Die trinkfreudigsten aller Rottenmitglieder sorgten nach Räumung des Stoppelfeldes auch dafür, dass die Bollerwagen wohlbehalten in ihrem designierten Zielort anlandeten, um die teuren Gerätschaften nicht verwahrlosen zu lassen. Ende gut, alles gut…
Resümierend bliebe demnach zu sagen, dass es abermals eine Ehre war, diese Rotte zu begleiten. Ein Vattertach ist und bleibt DAS Ereignis des Jahres. Wer dies bestreiten mag, sollte postwendend ausgeschlossen werden…
Wie in jedem Jahr gilt auch dieser KBE der Mobilmachung aller verfügbaren Kräfte. Nur durch einen starken Zusammenhalt der Rotte und den unendlichen Einsatz eines jeden ist es möglich, solche Tage zu ermöglichen, um sie unvergessen werden zu lassen. Denkt an die Geschichten, die ihr in 60 Jahren erzählen werdet. Hier wird der Grundstein dafür gelegt…
Weitere Bilder findet ihr auf der Homepage samt OwnDrive. Eine Freischaltung könnt ihr über Max erwirken. Der Zugang ist jedoch streng vertraulich und in seiner Anzahl limitiert. Frühes Kommen sichert hier Plätze in der ersten Reihe…
Der Vorstand hofft zudem, dass die gesamte Rotte um das Ereignis des nächsten Jahres weiß: Der Wunstorfer Bollerwagen n.e.V. wird sein 5-jähriges Bestehen feiern. Wenn das kein Grund ist, sich an der Ausgestaltung der Feierlichkeiten zu beteiligen und mit guten Ideen für diesen festlichen Anlass um sich zu werfen – ja, dann weiß ich auch nicht… Daher gilt im nächsten Jahr mehr denn je: Anpacken, mitgestalten – der Wunstorfer Bollerwagen n.e.V. braucht die Kreativität, Unterstützung und Tatkraft aller Rottenangehörigen!!! Die ersten Schritte und Ideen werden auf der Jahresauftaktveranstaltung besprochen. Wer also dabei ist, kann echt was bewegen…
Macht bis dahin keine Dummheiten und gehabt euch wohl…
Euer KBE
im Auftrag des Vorstands