JaFo Waldakademie

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Der Wald im SeptemberDer Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer und morgens ist es deutlich kühler. Der H...
03/09/2020

Der Wald im September

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer und morgens ist es deutlich kühler. Der Herbst beginnt.

Nicht nur die Waldbewohner können sich nun an einer Fülle von Früchten, Nüssen und Pilzen den Bauch vollschlagen und sich so auf den kommenden Winter vorbereiten. Auch die menschlichen Pilzsucher können sich nun über Steinpilze, Rotkappen und Maronen freuen. Auch Wildkräuter wie Glockenblume, Heidekraut, Brennnessel und Johanniskraut stehen jetzt in vollem Saft und können den heimischen Esstisch um ungewohnte Geschmackserlebnisse bereichern.

Das Pilz- und Kräutersammeln erfreut sich in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit. Wildpilze sind zwar geschützt, jedoch darf eine kleinere Menge für den Eigenbedarf gesammelt werden. Findet man essbare Wildkräuter sollte man nur sammeln, was man wirklich benötigt und nicht alles abernten. Die Pflanzen können sich sonst nicht mehr vermehren.

Die wichtigste Regel, egal ob beim Pilz- oder Wildkräutersammeln: nur sammeln, was man eindeutig identifizieren kann!

Sammelt Ihr Pilze und Wildkräuter oder möchtet mehr darüber erfahren? Schreibt uns, wir beantworten gern eure Fragen rund um den Wald!

WaldbrandgefahrWährend der heißen Sommermonate herrscht in fast allen Wäldern Deutschlands akute Waldbrandgefahr. Wie ho...
28/08/2020

Waldbrandgefahr

Während der heißen Sommermonate herrscht in fast allen Wäldern Deutschlands akute Waldbrandgefahr.

Wie hoch diese ist, wird durch die einzelnen Gefahrenstufen verdeutlicht. Sie reichen von Stufe I (sehr geringe Gefahr) bis hin zu Stufe V (sehr hohe Gefahr). Ab Stufe IV werden regional die Wälder für den Besucherverkehr gesperrt. Welche Warnstufe im Moment ausgerufen ist, erfährt man beim jeweiligen Rathaus oder online z.B. über den DWD.

Doch wie entstehen Waldbrände? Die häufigste Ursache ist leider der Mensch. Der Funkenflug eines Lager- oder Grillfeuers, ein weggeworfener Zi******enstummel oder die Hitze eines Katalysators am Auto reichen in den besonders trockenen Monaten aus, um einen Waldbrand zu entfachen.

Wer sich dennoch im Wald aufhalten möchte, muss einige Regeln beachten, um nicht versehentlich einen Waldbrand auszulösen:

• Rauchverbot: im Wald ist das Rauchen vom 01. März bis 31. Oktober verboten
• Kein Feuer im und am Wald entzünden (auch kein Grillfeuer)
• Nur an ausgewiesenen Grillplätzen grillen
• Keine Zi******en aus dem Auto werfen
• Fahrzeuge auf keinen Fall auf leicht entzündbarem Untergrund parken (die Hitze des Katalysators überträgt sich auf den trockenen Untergrund)
• Fahrzeuge nicht auf Wiesen oder Waldwegen abstellen
• Müll vermeiden: jede weggeworfene oder vergessene Glasflasche, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Resten kann zu einem Brandherd werden
• Wer einen Waldbrand entdeckt: unverzüglich die Feuerwehr (Tel. 112) oder die lokale Forstdienststelle informieren!

Naturschutz in der Forstarbeit – HabitatbäumeVereinzelt sieht man im Wald Bäume oder Baumgruppen, die mit einem „H“ oder...
13/08/2020

Naturschutz in der Forstarbeit – Habitatbäume

Vereinzelt sieht man im Wald Bäume oder Baumgruppen, die mit einem „H“ oder einer Wellenlinie gekennzeichnet sind. Bei diesen Bäumen handelt es sich um sogenannte Habitatbäume, welche für den Naturschutz im Wald enorm wichtig sind. Sie sind kleine Biotope, in die Forstarbeiter nur eingreifen, wenn durch abgestorbene oder brechende Äste Spaziergänger oder Autofahrer gefährdet werden könnten. Dies passiert jedoch nur, wenn der Habitatbaum zu nah an einer Straße oder einem Waldweg steht. Ansonsten wird der Natur freien Lauf gelassen.

Habitatbäume können Horste von seltenen und geschützten Arten wie Milane, Schwarzstörche und Uhus beherbergen. Damit diese Horste nicht beschädigt werden, werden diese Bäume als Habitatbaum markiert. Sie werden dann auch als Horstbaum bezeichnet.
Von einem Höhlenbaum spricht man, wenn der lebende oder tote Baum verschiedene Arten von Hohlräumen hat. Das können Astlöcher sein, aber auch Höhlen, die z.B. durch Spechte, Blitzschläge oder Frostrisse entstanden sind. Spechte nutzen ihre Höhlen zur Aufzucht ihrer Jungen. Später können in solchen Höhlen weitere Arten nisten, die z.T. streng geschützt sind, wie Fledermäuse, Käuze, Siebenschläfer, Baum- und Steinmarder oder Hohltauben. Auch diese Höhlenbäume werden markiert, damit sie als Wohnstätte der seltenen Tierarten langfristig erhalten bleiben.
Auch einige abgestorbene Bäume, so genanntes „Totholz“, wird – liegend oder stehend – im Wald gelassen, da es vielen Tieren als Wohn- und Aufzuchtstätte dient. So brüten Rotkehlchen, Zaunkönig und Wasseramsel gern in abgestorbenen Bäumen. Außerdem wird das sich zersetzende Holz von vielen Pilzarten bewohnt. Auch Käfer, Holzwespen, Wildbienen und Ameisen leben und ernähren sich von Totholz. Diese dienen wiederum als Nahrung für eine Vielzahl von Vö**ln, wie Spechte, Kleiber und Baumläufer. Am Ende seiner Zersetzungsphase spendet dieses „Totholz voller Leben“ dann Mineralstoffe und Humus.

Die WaldwegeEinen Spaziergang in unseren heimischen Wäldern genießt jeder. Doch wie sind die Wege entstanden, auf denen ...
06/08/2020

Die Waldwege

Einen Spaziergang in unseren heimischen Wäldern genießt jeder. Doch wie sind die Wege entstanden, auf denen wir sicher durch den Wald kommen? Und gibt es noch – von den meisten unbemerkt – andere Wege im Wald?

Die meisten Wege, die von Waldbesuchern genutzt werden, dienen der sogenannten Groberschließung. Es sind häufig mit Schotter fest angelegte Wege, auf denen auch ganzjährig LKWs fahren können. Sie verbinden den Wald mit dem Straßennetz außerhalb des Waldes, bringen Wanderer und Forstarbeiter in den Wald. Auf ihnen wird das Holz aus dem Wald transportiert.

Die ca. 3 – 4 Meter breiten Rückegassen gehen vom Waldweg ab und führen in die Baumbestände. Sie sind meistens im Abstand von 20 – 50 Metern angelegt. Diese Gassen sind nicht befestigt und daher nicht in jeder Situation befahrbar.

An besonders steilen Hanglagen gibt es außerdem noch Seillinien. Sie werden angelegt, um mit einem mobilen Seilkran gefällte Bäume den Hang hinauf zu einem festen Weg zu ziehen. So können auch Waldstücke gepflegt werden, die ansonsten unerreichbar wären.

Die klassischen Waldwege, Rückegassen oder Seillinien – sie alle werden von Menschen geplant, angelegt und unterhalten. Doch auch die tierischen Waldbewohner legen Waldwege an und häufig nutzen wir sie, ohne es zu wissen: die Wildwechsel. Wir nehmen sie als Trampelpfade im Wald wahr. Rehe, Hirsche und auch Wildschweine legen oftmals weite Strecken auf bekannten Wegen zurück. Mit der Zeit bilden sich daher auf dem Boden erkennbare Pfade, auf denen auch wir Menschen bequem laufen können. Die meisten Wildwechsel führen zu einer Wasserquelle.

Baummarkierung – Rückegasse die ZweiteLetzte Woche haben wir euch die Markierung einer Rückegasse gezeigt. Diese Woche z...
30/07/2020

Baummarkierung – Rückegasse die Zweite

Letzte Woche haben wir euch die Markierung einer Rückegasse gezeigt. Diese Woche zeigen wir euch auch eine Rückegasse, allerdings aus einem anderen Waldgebiet - in der Forstwirtschaft auch Revier genannt. Markierungen im Forst sind nicht einheitlich geregelt, wie z.B. im Straßenverkehr. Jeder Förster (Revierleiter) hat seinen eigenen Farb- und Zeichencode, oftmals werden jedoch in angrenzenden Revieren die gleichen Codes verwendet.

Für die Rückegasse haben sich unter anderem zwei parallele Striche, ein R (manchmal auch mit einem zusätzlichen Strich), ein auf der Seite liegendes V oder wie letzte Woche gezeigt ein T (oftmals in Verbindung mit einer Zahl) etabliert. Egal welche Markierung der Revierleiter ausgewählt hat, sie wird immer auf Augenhöhe und der Rückegasse zugewandten Seite angebracht.

Baummarkierung – Rückegasse Im Wald müssen aus verschiedenen Gründen Bäume gefällt werden:• zur Sicherheit der Waldbesuc...
23/07/2020

Baummarkierung – Rückegasse

Im Wald müssen aus verschiedenen Gründen Bäume gefällt werden:
• zur Sicherheit der Waldbesucher (z.B. Sturmholz)
• bei Schädlingsbefall, damit dieser sich nicht weiter ausbreitet (Käferholz)
• für die Holzindustrie (Möbel, Papier etc.)

Egal aus welchem Grund ein Baum gefällt werden muss, irgendwie muss er aus dem Wald geschafft werden und zu einem Lagerplatz gebracht werden, ohne einen Schaden an anderen Bäumen zu hinterlassen. Solche Holztransporte innerhalb des Waldes werden in der Forstwirtschaft als „Holz rücken“ bezeichnet. Früher wurde das Holz mit Hilfe von Pferden gezogen, heutzutage werden spezialisierte Maschinen – sogenannte Forwarder – eingesetzt. Damit diese Maschinen überhaupt in den Wald fahren können – und dabei so wenig Schaden wie möglich anrichten - gibt es in regelmäßigen Abständen sogenannte Rückegassen. Die Markierungen befinden sich immer auf Augenhöhe und auf der Baumseite, welche der Rückegasse zugewandt ist. Eine Rückegasse (oder auch Rückeweg genannt) ist also eine Straße für die Forstmaschinen.

Wer weiß was da am Innenspiegel baumelt?
22/07/2020

Wer weiß was da am Innenspiegel baumelt?

Paarungszeit der Rehe Von ca. Mitte Juli bis Mitte August ist die Paarungszeit der Rehe. Die normalerweise scheuen und d...
16/07/2020

Paarungszeit der Rehe

Von ca. Mitte Juli bis Mitte August ist die Paarungszeit der Rehe. Die normalerweise scheuen und dämmerungsaktiven Tiere sind jetzt im Liebesrausch und können mit etwas Glück auch tagsüber von Spaziergängern gesehen werden. Ricke und Bock liefern sich zum Teil über mehrere Tage eine wilde, kilometerweite Jagd bis sie ihre Paarungsbereitschaft signalisiert. Im schlimmsten Fall führt das die Rehe über (Wald)Straßen oder mitten auf die Schnellstraße. Im Hormonrausch sind die sonst scheuen Tiere unvorsichtig. Für Autofahrer können liebestolle Rehe deshalb auch zur Mittagszeit gefährlich werden!

Baummarkierung – Z-Baum Jeder Waldbesitzer hat das Ziel, einen hochwertigen Baumbestand sein Eigen zu nennen. Hochwertig...
10/07/2020

Baummarkierung – Z-Baum

Jeder Waldbesitzer hat das Ziel, einen hochwertigen Baumbestand sein Eigen zu nennen. Hochwertige Bäume haben einen großen Stammdurchmesser, sind gerade gewachsen und haben wenig Äste am Stamm, dafür jedoch eine große Krone und eine ausgeprägte Wurzelbildung. Um möglichst viele dieser Bäume zu erhalten, wird das sogenannte „Z(ukunfts)-Baum-Konzept“ angewendet: nach einer Vorauslese – diese kann je nach Baumart bis zu 40 Jahre dauern – werden Z-Bäume ausgewählt. Bis zu seiner Fällung (in der Forstsprache auch „Entnahme“ genannt) wird dafür gesorgt, das der Z-Baum optimale Wachstumsbedingungen hat, um an die natürlichen Ressourcen Licht (starke Krone) und Nährstoffe (großes Wurzelwerk) zu gelangen. Meistens werden Z-Bäume mit Punkten oder einem umlaufenden Strich auf Augenhöhe markiert. So erkennen Forstarbeiter jederzeit, ob es sich um einen Z-Baum handelt, auf den besonderes Augenmerk gerichtet werden muss.

Bisher haben sich die jungen Rehkitze, die im Mai oder Juni geboren wurden immer ins Gras gedrückt, sobald sie sich in G...
02/07/2020

Bisher haben sich die jungen Rehkitze, die im Mai oder Juni geboren wurden immer ins Gras gedrückt, sobald sie sich in Gefahr befunden haben. Nun sind sie mittlerweile schon in der Lage, in Gefahrenlagen die Flucht zu ergreifen, genauso wie die „Großen“. Trotzdem ist es wichtig, dass wir Menschen stets vorsichtig sind, zum Beispiel beim Mähen.

01/07/2020

Endlich ist es soweit, euer Warten hat ein Ende!
Heute eröffnen wir unsere JaFo Waldakademie offiziell auf Facebook und Instagram.

Wir werden euch ab sofort jeden Donnerstag mit spannenden und interessanten Informationen rund um den Wald und seine Bewohner versorgen.

Ihr habt Fragen zum Wald, den Tieren die darin leben? Stellt sie uns!
Wir werden sie beantworten!

Sobald es die Situation (Corona, ihr wisst schon) zulässt, werden wir euch in Führungen den Wald hautnah erleben lassen.
Wir halten euch auf dem Laufenden!

Bis dahin gilt: stellt uns Fragen! Habt ihr etwas spannendes im Wald entdeckt? Was interessiert euch am Wald? Was möchtet ihr wissen? Schickt uns gerne eure Fragen, auch mit Foto!

Wir freuen uns auf den Austausch mit euch!

Euer JaFo Waldakademie-Team

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Lorcher Straße 26
Lorch
73547

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