Chaskart Möbelmanufaktur & Restaurierung

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🍃 Ich entwerfe und baue langlebige und ästhetisch bezaubernde Möbel aus Massivholz, handgemachte Unikate aus der Natur.

🍃 I design and build durable and aesthetically enchanting furniture of solid wood, unique handmade creations from nature.

Farbige Schellack-Nuggets selber machen – Perfekt für HolzreparaturenHeute zeige ich euch, wie ich Schellack-Nuggets sel...
03/04/2026

Farbige Schellack-Nuggets selber machen – Perfekt für Holzreparaturen

Heute zeige ich euch, wie ich Schellack-Nuggets selbst herstelle, um Fehlstellen in Holz auszubessern.

Dazu schmelze ich Schellack zusammen mit natürlichen Farbpigmenten – in meinem Fall Schwarz – in einem Löffel über dem Bunsenbrenner, bis er vollständig flüssig ist.
Wichtig ist, das Pigment gut einzurühren, damit eine gleichmässige Farbe entsteht.

Den flüssigen, eingefärbten Schellack lasse ich anschliessend in Tropfen auf dem Hobeleisen abkühlen. So entstehen feste Schellack-Nuggets, die ich später wieder erhitzen kann, um Fehlstellen, Risse oder Astlöcher in Brettern zu füllen.

Bei der Reparatur wird der Schellack erneut erhitzt, in die Fehlstelle eingeträufelt und nach dem Abkühlen plan geschabt und geschliffen. So lassen sich Holzoberflächen sauber und nahezu unsichtbar ausbessern.

In der Restaurierung brauche ich farbigen Schellack bei kleinen Stellen als Ersatz für Schildpatt.

Siehe dazu das Video: https://youtu.be/-WwcweY6fjc

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Colored Shellac Nuggets – Perfect for Wood Repairs and as a Substitute for Tortoiseshell

Today I’m going to show you how I make shellac nuggets myself to repair defects in wood.
To do this, I melt shellac together with natural color pigments – in my case black – in a spoon over a Bunsen burner until it is completely liquid.

It’s important to stir the pigment well so that the color becomes uniform.
I then let the liquid, colored shellac cool in drops on a plane blade. This creates solid shellac nuggets that I can later reheat to fill defects, cracks, or knot holes in boards.

During the repair, the shellac is reheated, dripped into the damaged area, and after cooling it is scraped flush and sanded. This allows wood surfaces to be repaired cleanly and almost invisibly.

In restoration work, I use colored shellac for small areas as a substitute for tortoiseshell.

See the video here: https://youtu.be/-WwcweY6fjc

Heute zeige ich euch, wie ich Schellack-Nuggets selbst herstelle, um Fehlstellen in Holz auszubessern.Dazu schmelze ich Schellack zusammen mit natürlichen Fa...

20/03/2026

Florenz erleben – Studienreise in die Wiege der Renaissance

👉🏽 Weitere Informationen in meinem Blogbeitrag:
https://chaskart.ch/florenzpisa/

Unsere Studienreise mit dem Goering Institut vom 27.02. bis 07.03.2026 führte uns nach Florenz, der Wiege der Renaissance, und nach Pisa – eine Reise voller Kunst, Geschichte und italienischem Lebensgefühl. 🇮🇹
Im Video sind unter anderem folgende Orte zu sehen (in der Reihenfolge ihres Erscheinens):

Tagesausflug nach Pisa:
Fluss Arno

Piazza dei Miracoli
Schiefer Turm von Pisa (Torre Pendente di Pisa; 1173 - 1372)
Dom von Pisa (Cattedrale Santa Maria Assunta; 1063 - 1436)
Baptisterium ; 1152 - 1363
Monumentalfriedhof (Camposanto Monumentale; 1277 - 1283)

Florenz:
Ausblick auf die Stadt Florenz von der Basilica di San Miniato al Monte (1018 – 1207) aus

Dom von Florenz (Cattedrale di Santa Maria del Fiore; 1296 - 1436)

Kirche Orsanmichele (Chiesa e Museo di Orsanmichele): Das Gebäude wurde ursprünglich im Jahr 1337 als Getreidespeicher (Loggia) errichtet und später in eine Kirche umgewandelt.

Ponte Vecchio (1335 - 1345)

Palazzo Vecchio (1299 – 1314)

Uffizien-Galerie (Galleria degli Uffizi ; 1560 – 1581)

Palazzo Pitti (erste Bauphase 1458 – 1465, letzte Ausbauten 1631)

Boboli-Garten (Giardino di Boboli; ab etwa 1550 von der Familie Medici angelegt).

Brancacci-Kapelle in der Kirche Santa Maria del Carmine (15. Jh.) mit beeindruckenden Renaissance-Fresken von Masolino, Masaccio und Filippino Lippi.

Nationalmuseum im Bargello (Palazzo del Bargello; 1255 – 1261/1346)

Fürstenkapelle (Ca****la dei Principi; 1604 - 1640)

Paradiestür (Porta del Paradiso, 1452) am Baptisterium San Giovanni (1425 – 1452)

Basilika Santa Maria Novella (1279 – 1357; Fassade: 1456 – 1470)

Basilika San Miniato al Monte (1018 – 1207)

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Website:
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Experience Florence – Study Trip to the Cradle of the Renaissance

👉🏽 For more information, check out my blog post:
https://chaskart.ch/florenzpisa/

Our study trip with the Goering Institute from February 27 to March 7, 2026, took us to Florence, the cradle of the Renaissance, and to Pisa – a journey full of art, history, and Italian lifestyle. 🇮🇹

In the video, the following places can be seen (in order of appearance):

Day Trip to Pisa:
Arno River

Piazza dei Miracoli:
Leaning Tower of Pisa (Torre Pendente di Pisa; 1173–1372)
Pisa Cathedral (Cattedrale di Santa Maria Assunta; 1063–1436)
Baptistery of Pisa (1152–1363)
Monumental Cemetery (Camposanto Monumentale; 1277–1283)

Florence:
View of the city from the Basilica of San Miniato al Monte (1018–1207)

Florence Cathedral (Cattedrale di Santa Maria del Fiore; 1296–1436)

Church of Orsanmichele (Chiesa e Museo di Orsanmichele): Originally built in 1337 as a grain store (Loggia) and later converted into a church.

Ponte Vecchio (1335–1345)

Palazzo Vecchio (1299–1314)

Uffizi Gallery (Galleria degli Uffizi; 1560–1581)

Palazzo Pitti (first phase 1458–1465; final expansions 1631)

Boboli Gardens (Giardino di Boboli; laid out from around 1550 by the Medici family)

Brancacci Chapel in the Church of Santa Maria del Carmine (15th century) with impressive Renaissance frescoes by Masolino, Masaccio, and Filippino Lippi

National Museum in the Bargello (Palazzo del Bargello; 1255–1261/1346)

Chapel of the Princes (Ca****la dei Principi; 1604–1640)

Gates of Paradise (Porta del Paradiso, 1452) at the Baptistery of San Giovanni (1425–1452)

Basilica of Santa Maria Novella (1279–1357; façade 1456–1470)

Basilica of San Miniato al Monte (1018–1207)

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20/02/2026

Schnitzkurs

Drei Tage Schnitzen bei Max Valentin Fischer – ein echtes Highlight.
Danke für dieses inspirierende Erlebnis! 🌿🪓

Mehr zu Valentin:
Seine Arbeit vereint traditionelle Bildhauerei mit Naturmaterialien und einen spürbaren Respekt vor der Natur.
Auf seiner Website https://www.mavalfi.com erfährt man mehr über seine Tätigkeit als Bildhauer (seit 2021) und Restaurator (seit 2024).
Instagram: mavalfi

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Carving course

Three days of wood carving with Max Valentin Fischer – a real highlight.
Thank you for this inspiring experience! 🌿🪓

More about Valentin:
His work combines traditional sculpture with natural materials and a deep respect for nature.
Further information about his work as a sculptor (since 2021) and restorer (since 2024) is available on his website www.mavalfi.com.
Instagram:

https://youtube.com/shorts/t4gxnk12Ohc

Dreitägiger Holzbearbeitungskurs – ServiertablettIn diesem neuen dreitägigen Kurs dreht sich alles um entschleunigtes, p...
13/02/2026

Dreitägiger Holzbearbeitungskurs – Serviertablett

In diesem neuen dreitägigen Kurs dreht sich alles um entschleunigtes, präzises Arbeiten mit Handwerkzeugen – und um ein Objekt, das Funktion, Ästhetik und Handwerk verbindet: ein Serviertablett aus Massivholz.

Wir arbeiten bewusst mit möglichst vielen Handwerkzeugen:
Japansägen, Kombinations- und Putzhobel, Nuthobel, Grundhobel, Stechbeitel, Bohrer, Schleifpapier und mehr. Ziel ist es, Holz wirklich zu lesen, zu spüren und Schritt für Schritt in Form zu bringen – ruhig, konzentriert und mit viel Handarbeit.

Ein zentrales konstruktives Element ist die Verbindung der Quer- und Längsfriese (also der kurzen und langen Seitenwände): In die Längsfriese werde je zwei Nuten eingearbeitet, in die die Querfriese eingesetzt und mit japanischen, konischen Holznägeln dauerhaft fixiert werden. Diese Verbindung ist schlicht, stabil und handwerklich perfekt geeignet, um präzises Arbeiten zu üben.

Ein besonderes gestalterisches Element sind die Längsfriese des Tabletts: Ihre Form ist inspiriert von der geschwungenen Silhouette japanischer Tempeldächer. Diese stilisierte Kontur wird mit der Shaper Origin ausgefräst und verbindet traditionelle Handarbeit mit moderner Präzision.

Das im Video gezeigte Serviertablett habe ich aus drei Massivhölzern gefertigt:

• Ahorn für die Längsseiten
• Buche für die Querseiten und Handgriffe
• Kirsche für den Boden

Die Handgriffe bestehen aus Buchenstäben, die mit Baumwollschnur ummantelt und mit Weissleim überstrichen werden – so bleiben sie angenehm griffig und unempfindlich gegenüber Schmutz.

Als Oberflächenbehandlung nutzen wir kaltgepresstes Leinöl: Es ist lebensmittelecht, pflegefreundlich, leicht erneuerbar und unterstreicht die natürliche Schönheit des Holzes.

Dieser Kurs richtet sich an alle, die Lust auf Handwerk haben, neue Werkzeuge kennenlernen und ein hochwertiges, langlebiges Objekt mit eigenen Händen herstellen möchten.

📅 Das Kursprogramm 2027 wird im Herbst auf meiner Website www.chaskart.ch aufgeschaltet.
Wenn Sie Interesse an diesem Kurs haben oder künftig über mein Kursangebot informiert werden möchten, schreiben Sie mir gerne eine Email.

https://youtu.be/v1tS53riAEo

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Three-Day Woodworking Course – Serving Tray

In this new three-day course, everything revolves around unhurried, precise work with hand tools—and around an object that brings together function, aesthetics, and craftsmanship: a solid-wood serving tray.

We deliberately work with as many hand tools as possible: Japanese saws, combination and smoothing planes, plough planes, router planes, chisels, drills, sandpaper, and more. The goal is to truly read and feel the wood and to shape it step by step—calmly, with focus, and through a great deal of hands-on work.

A central structural element is the joint between the cross rails and the long rails (the short and long side walls). Two grooves are cut into each long rail, into which the cross rails are fitted and permanently fixed with Japanese tapered wooden pegs. This joint is simple, strong, and perfectly suited to practicing precise craftsmanship.

A distinctive design feature of the tray is the shape of the long rails. Their form is inspired by the sweeping silhouette of Japanese temple roofs. This stylized contour is milled using the Shaper Origin, combining traditional handwork with modern precision.

The serving tray shown in the video was made from three solid woods:

• Maple for the long sides
• Beech for the short sides and handles
• Cherry for the base

The handles are made from beech dowels wrapped with cotton cord and coated with white glue. This makes them pleasantly grippy and resistant to dirt.

For the surface finish, we use cold-pressed linseed oil. It is food-safe, easy to maintain, simple to renew, and highlights the natural beauty of the wood.
This course is aimed at anyone who enjoys craftsmanship, wants to get to know new tools, and would like to create a high-quality, durable object with their own hands.

📅 The 2027 course program will be published on my website www.chaskart.ch in the autumn.
If you are interested in this course or wish to receive future information about my courses, please feel free to email me.

Music: SEVEN WONDERS 2
created by Artlist Musical Logos and licensed by Chaska Schuler

https://youtu.be/v1tS53riAEo

5 likes, 2 comments. "Dreitägiger Holzbearbeitungskurs – Serviertablett"

06/02/2026

Serviertablett – zweitägiger Holzbearbeitungskurs
 
In diesem neuen zweitägigen Kurs dreht sich alles um entschleunigtes, präzises Arbeiten mit Handwerkzeugen – und um ein Objekt, das Funktion, Ästhetik und Handwerk verbindet: ein Serviertablett aus Massivholz.
 
Wir arbeiten bewusst mit möglichst vielen Handwerkzeugen:
Japansägen, Kombinations- und Putzhobel, Nuthobel, Grundhobel, Stechbeitel, Bohrer, Schleifpapier und mehr.

Ziel ist es, Holz wirklich zu lesen, zu spüren und Schritt für Schritt in Form zu bringen – ruhig, konzentriert und mit viel Handarbeit.
 
Ein zentrales konstruktives Element ist die Verbindung der kurzen und langen Seitenwände: In die Längsfriese werde je zwei Nuten eingearbeitet, in die die Querfriese eingesetzt und mit japanischen, konischen Holznägeln dauerhaft fixiert werden. Diese Verbindung ist schlicht, stabil und handwerklich perfekt geeignet, um präzises Arbeiten zu üben.
 
Ein besonderes gestalterisches Element sind die Längsfriese des Tabletts: Ihre Form ist inspiriert von der geschwungenen Silhouette japanischer Tempeldächer. Diese stilisierte Kontur wird mit der Shaper Origin ausgefräst und verbindet traditionelle Handarbeit mit moderner Präzision.
 
Das Serviertablett habe ich aus drei Massivhölzern gefertigt:
 
·       Ahorn für die Längsseiten
·       Buche für die Querseiten und Handgriffe
·       Kirsche für den Boden
 
Die Handgriffe bestehen aus Buchenstäben, die mit Baumwollschnur ummantelt und mit Weissleim überstrichen werden – so bleiben sie angenehm griffig und unempfindlich gegenüber Schmutz.
 
Als Oberflächenbehandlung nutzen wir kaltgepresstes Leinöl: Es ist lebensmittelecht, pflegefreundlich, leicht erneuerbar und unterstreicht die natürliche Schönheit des Holzes.
 
Dieser Kurs richtet sich an alle, die Lust auf Handwerk haben, neue Werkzeuge kennenlernen und ein hochwertiges, langlebiges Objekt mit eigenen Händen herstellen möchten.
 
📅 Das Kursprogramm 2027 wird im Herbst auf meiner Website aufgeschaltet.
Wenn du Interesse an diesem Kurs hast oder künftig über mein Kursangebot informiert werden möchtest, schreibe mir gerne eine E-Mail/DM.
 

https://www.youtube.com/shorts/ekRQboh9W3gDieser Louis-Philippe-Voltaire-Loungesessel stammt aus dem 19. Jahrhundert und...
01/01/2026

https://www.youtube.com/shorts/ekRQboh9W3g

Dieser Louis-Philippe-Voltaire-Loungesessel stammt aus dem 19. Jahrhundert und geht auf die Zeit der Julimonarchie unter Louis-Philippe (1830–1848) zurück. Charakteristisch für diesen Sesseltyp sind die hohe Rückenlehne, die gepolsterten Armlehnen sowie die großzügige, komfortable Sitzfläche. Die typischen Roulette-Füße ermöglichen ein leichtes Verschieben des Sessels und unterstreichen zugleich seine funktionale Eleganz.

Ursprünglich wurde der Voltaire-Sessel speziell für kranke und ältere Menschen entworfen. Sein Aufbau bietet eine aufrechte, stützende Sitzhaltung und verbindet Komfort mit praktischer Nutzung. Der Name „Voltaire“ verweist auf den berühmten französischen Philosophen und Schriftsteller, der 1778 verstarb. Wahrscheinlich wurde diese Bezeichnung gewählt, um den Sessel mit Attributen wie Geist, Kultiviertheit und Ruhe zu verbinden — Eigenschaften, die auch mit Voltaire selbst assoziiert werden.

Mit dieser Verleimarbeit beginnt das neue Jahr ganz im Zeichen traditioneller Handwerkskunst, Sorgfalt und Respekt vor historischer Substanz. Möge das kommende Jahr ebenso geprägt sein von Präzision, Beständigkeit und Freude an der Arbeit mit alten Möbeln.

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First Gluing Work of the New Year

This Louis-Philippe Voltaire lounge chair dates back to the 19th century, originating in the era of the July Monarchy under Louis-Philippe (1830–1848). Characteristic features of this type of chair include the high backrest, padded armrests, and a spacious, comfortable seat. Its typical roulette feet (small caster wheels) allow the chair to be moved easily while also highlighting its functional elegance.

Originally, the Voltaire chair was designed specifically for the sick and elderly. Its structure provides an upright, supportive seating position, combining comfort with practical use. The name “Voltaire” refers to the famous French philosopher and writer who passed away in 1778. It was likely chosen to associate the chair with qualities such as intellect, refinement, and calm — attributes also linked to Voltaire himself.

With this gluing work, the new year begins in the spirit of traditional craftsmanship, careful attention, and respect for historical material. May the coming year be equally shaped by precision, durability, and joy in working with antique furniture.

Music: Nitty Gritty - Short version created by Ziggy and licensed by Chaska Schuler

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Dieser Louis-Philippe-Voltaire-Loungesessel stammt aus dem 19. Jahrhundert und geht auf die Zeit der Julimonarchie unter Louis-Philippe (1830–1848) zurück. C...

Blogeintrag auf meiner Website/Blog entry on my website in English: https://chaskart.ch/art-lovers-arm-chair/Der Art Lov...
29/12/2025

Blogeintrag auf meiner Website/Blog entry on my website in English: https://chaskart.ch/art-lovers-arm-chair/

Der Art Lovers Carver Arm Chair – Mackintoshs Entwurf wurde Wirklichkeit

Anfang 1900 trat Charles Rennie Mackintosh in Kontakt mit der Wiener Secession – einer zentralen Strömung des europäischen Jugendstils. Begegnungen mit Josef Hoffmann, Koloman Moser und dem Mäzen Fritz Waerndorfer führten zu einem intensiven Austausch, der Mackintoshs Arbeit prägte und seine Entwürfe zu wichtigen Bezugspunkten für Wiener Designer und Studierende machte.

Die Einladung Mackintoshs zur achten Secessionsausstellung geht auf Waerndorfers Besuch in Glasgow zurück, der Josef Hoffmann gegenüber Mackintoshs Arbeiten als „außerordentlich interessant“ hervorhob. Im Juli folgte die offizielle Einladung des Secessionspräsidenten Carl Moll. Mackintosh hielt sich von Oktober bis Dezember 1900 in Wien auf.

In diesem Umfeld erfuhr er von einem Wettbewerb der Zeitschrift Innendekoration (herausgegeben von Alexander Koch in Darmstadt) für das „Haus eines Kunstfreundes“.

Sein Entwurf wurde zunächst disqualifiziert, später jedoch mit einem Sonderpreis von 600 Mark ausgezeichnet.

1902 veröffentlichte Koch Mackintoshs Entwürfe im Portfolio ‘Meister der Innenkunst’, das ein Publikum in ganz Europa und den USA erreichte.

Trotz internationaler Resonanz wurde das Haus nie realisiert; die Originalzeichnungen gingen 1944 verloren, als Kochs Verlag bei einem britischen Luftangriff zerstört wurde.

Erst über 80 Jahre später, 1989, entstand in Glasgow die Initiative, das ‘House for an Art Lover’ nach Mackintoshs Entwürfen zu bauen.
1995 fertigte Bruce Hamilton die Speisezimmermöbel, darunter die später als ‘Art Lovers Carver Arm Chairs‘ bekannten Stühle.

Die dekorative Schablonenarbeit an den Stuhlrücken wird bis heute von Elisabeth Viguie Culshaw vom Lansdowne House of Stencils ausgeführt.

Wie die Entstehungsgeschichte zeigt, nimmt der ‘Art Lovers Carver Arm Chair’ eine aussergewöhnliche Stellung ein: Da Mackintosh diesen Stuhl selbst nie gebaut hat, wird er durch diese Ausführung zu einem Original – nicht als Objekt aus der Zeit um 1900, sondern als späte Realisierung einer Idee, die ihrer Zeit weit voraus war.

Der Art Lovers Carver Arm Chair steht damit exemplarisch für Mackintoshs Wirkung auf die Wiener Secession, für seinen Einfluss auf die europäische Moderne und für die Kraft von Entwürfen, die Jahrzehnte überdauern können.

Er erzählt von Visionen, von kulturellem Austausch, von Handwerk auf höchstem Niveau – und davon, dass manche Ideen einfach auf ihre Zeit warten müssen.

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18/12/2025

🎄✨’Anna’ - die sechsteilige Weihnachtsserie von 1987 im ZDF

Mit Silvia Seidel & Patrick Bach in den Hauptrollen und Eberhard Feik als Annas überfürsorglicher Restauratoren-Vater.

🎬 Das Goering Institut diente damals als Drehort ⁃ ��und 38 Jahre später ist es mein Arbeitsplatz (noch bis Juli 26)! 😲

🔹Im Ausschnitt seht ihr meine Hobelbank - mitten im Filmgeschehen von damals.

🧧🎊Ich wünsche euch schöne Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.🎉

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🎄✨ “Anna” – the six-part Christmas series broadcast on ZDF in 1987

Starring Silvia Seidel and Patrick Bach in the leading roles, with Eberhard Feik as Anna’s overprotective father, a restorer.

🎬 The Goering Institute served as a filming location back then — and 38 years later, it is my workplace (until July ’26)! 😲

🧧🎊Wishing you wonderful holidays and a great start to the New Year. 🎉



Filmausschnitt aus Folge 6
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=fimGf58ESOc (Silvia Seidel Fan)

11/12/2025

Proven Construction Principles and Materials in Cabinetmaking: A Practice-Based Study with Prototype

My thesis explores time-tested cabinetmaking constructions and sustainable furniture design. Its aim was to analyse historical principles and materials from the early 19th century up to the dawn of the modern era and to translate them into a contemporary furniture prototype—one that is long-lasting, sustainable, and easy to restore.

My central findings derive from personal interviews and surveys with experienced conservators, whose hands-on experience informed the design and construction of the prototype. The work emphasizes that conservators not only preserve knowledge and objects, but do also provide valuable impulses for responsible, sustainable approaches to furniture making.

The piece combines clear, reduced forms with a traditional, partially overlapping frame-and-panel construction made of sweet chestnut. This timber stands out for its durability, warm colour, fine grain, and a density roughly 20% lower than oak. As a result, it is lightweight yet robust—an established material in high-quality furniture making.

Through the use of a wedge system, reversible hide glue, and dimensionally stable joints such as dovetails or the Japanese corner joint 隠し留め蟻三枚ほぞ (Kakushi Tome Ari Sanmai Hozo), the furniture remains demountable and easy to restore. At the same time, the visible construction becomes an integral part of the design, allowing the piece to remain functional and sustainable for generations.

Engravings on the drawer bottoms record the making of the piece for future conservators.

The result is a piece of furniture that unites craftsmanship, tradition, and contemporary design—simple, enduring, and full of history.

My sincere thanks go to all conservators who contributed to the survey or agreed to a personal interview. Their expertise and support greatly enriched this project. The thesis (in German) can be downloaded from my website (see bio).

Bewährte Konstruktionsprinzipien und Materialien im Schrankbau: eine praxisbasierte Studie mit PrototypMeine Facharbeit ...
11/12/2025

Bewährte Konstruktionsprinzipien und Materialien im Schrankbau: eine praxisbasierte Studie mit Prototyp

Meine Facharbeit beschäftigt sich mit bewährten Schrankkonstruktionen und nachhaltigem Möbelbau.
Ziel war es, historische Prinzipien und Materialien vom frühen 19. Jahrhundert bis zum Beginn der Moderne zu analysieren und daraus einen zeitgemäßen Möbelprototyp zu entwickeln – ein Stück, das Generationen überdauert, nachhaltig und restaurierungsfreundlich ist.

Die zentralen Erkenntnisse stammen aus persönlichen Interviews und Umfragen mit Restauratorinnen und Restauratoren, deren Praxiserfahrungen in die Gestaltung und Konstruktion des Prototyps eingeflossen sind.
Dabei zeigt die Arbeit, dass wir Restaurierende nicht nur Wissen und Objekte bewahren, sondern auch wertvolle Impulse für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Möbelbau geben können.

Das Möbel verbindet klare, reduzierte Formen mit einer traditionellen und teils überschobenen Rahmen-Füllungskonstruktion aus Edelkastanie. Dieses Holz überzeugt durch seine Dauerhaftigkeit, warme Farbe, feine Maserung und eine rund 20 % geringere Dichte im Vergleich zu Eiche. Damit ist es ein leichtes, dennoch robustes Holz, das sich im hochwertigen Möbelbau bewährt hat.

Durch das Keilsystem, reversiblen Glutinleim und formstabile Verbindungen wie Schwalbenschwanz oder die japanische Eckverbindung 隠し留め蟻三枚ほぞ (Kakushi Tome Ari Sanmai Hozo) bleibt das Möbel zerlegbar und einfach restaurierbar. Zugleich wird die sichtbare Konstruktion Teil der Gestaltung – und macht das Möbel über Generationen hinweg nachhaltig nutzbar.

Gravuren auf den Schubladenböden dokumentieren die Entstehungsgeschichte für zukünftige Restaurierende.

Das Ergebnis: Ein Möbelstück, das Handwerk, Tradition und zeitgenössische Gestaltung vereint – schlicht, beständig und voller Geschichte.

Mein besonderer Dank gilt allen Restaurierenden, die sich an der Umfrage beteiligt oder für ein persönliches Interview zur Verfügung gestellt haben. Ihre Expertise hat diese Arbeit maßgeblich bereichert.

Die Facharbeit steht auf meiner Website zum Download bereit:
👉🏽 http://chaskart.ch/facharbeit

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Proven Construction Principles and Materials in Cabinetmaking: A Practice-Based Study with Prototype

My thesis explores time-tested cabinetmaking constructions and sustainable furniture design. Its aim was to analyse historical principles and materials from the early 19th century up to the dawn of the modern era and to translate them into a contemporary furniture prototype—one that is long-lasting, sustainable, and easy to restore.

My central findings derive from personal interviews and surveys with experienced conservators, whose hands-on experience informed the design and construction of the prototype. The work emphasizes that conservators not only preserve knowledge and objects, but do also provide valuable impulses for responsible, sustainable approaches to furniture making.

The piece combines clear, reduced forms with a traditional, partially overlapping frame-and-panel construction made of sweet chestnut. This timber stands out for its durability, warm colour, fine grain, and a density roughly 20% lower than oak. As a result, it is lightweight yet robust—an established material in high-quality furniture making.

Through the use of a wedge system, reversible hide glue, and dimensionally stable joints such as dovetails or the Japanese corner joint 隠し留め蟻三枚ほぞ (Kakushi Tome Ari Sanmai Hozo), the furniture remains demountable and easy to restore. At the same time, the visible construction becomes an integral part of the design, allowing the piece to remain functional and sustainable for generations.

Engravings on the drawer bottoms record the making of the piece for future conservators.

The result is a piece of furniture that unites craftsmanship, tradition, and contemporary design—simple, enduring, and full of history.

My sincere thanks go to all conservators who contributed to the survey or agreed to a personal interview. Their expertise and support greatly enriched this project.

The thesis (in German) can be downloaded from my website:
👉🏽 http://chaskart.ch/facharbeit

Music: Adventurist - Creative Cut - Alternative
created by Lance Conrad and licensed by Chaska Schuler

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https://youtu.be/gAuXRMRE33M

Bewährte Prinzipien und Materialien im Schrankbau: eine praxisbasierte Studie mit PrototypMeine Facharbeit beschäftigt sich mit bewährten Schrankkonstruktion...

24/10/2025

Elfenbeinschatulle, Rokoko
 
Auf dem Deckel (Ø ~9 cm) befindet sich ein fein gearbeitetes Elfenbeinrelief, das ein elegant gekleidetes Paar – einen Kavalier in Kniebundhose, Gehrock und Dreispitz sowie eine Dame in ausladendem Kleid mit Spitze und höfischer Frisur – vor parkähnlicher Architektur mit Baum, Zäunen und einem architektonischen Portal zeigt. Ein kleiner Hund begleitet die Szene und symbolisiert Treue.
 
Hinter der Dame steht leicht versetzt eine zweite Frau, vermutlich eine Zofe oder Anstandsdame, die das Paar beobachtet. Ihr ruhiger Ausdruck und die Platzierung direkt hinter der Hauptfigur deuten auf eine dienende, aber vertraute Position hin – sie ist Zeugin eines höfischen Flirts oder möglicherweise Mitwisserin.
Solche Nebenfiguren waren in galanten oder höfischen Darstellungen des 18. Jahrhunderts üblich und dienten dazu, die gesellschaftliche Hierarchie, Etikette und die soziale Situation zu veranschaulichen.
 
Die Komposition ist typisch für das Rokoko und den Übergang zum frühen Biedermeier (ca. 1770–1820): galante Liebesszenen, florale Ornamentik, fein ausgearbeitete Details und die Einbindung von Nebenfiguren als dramaturgische Mittel waren beliebt in Elfenbeinschnitzereien dieser Epoche. Die Darstellung von höfischem Liebeswerben in gepflegten Außenanlagen spiegelt die Vorlieben der bürgerlichen und adligen Kreise in Deutschland und Frankreich wider.
 
Der Boden und die Innenwand der Schatulle, einschließlich derjenigen des Deckels, sind mit Schildpatt belegt, das mit rotem Japanpapier hinterlegt ist.
Ein Spannungsriss wurde zu einem früheren Zeitpunkt verklebt, und das Motiv mit Wachs überzogen. Im Laufe der Zeit diffundierte die rote Farbe des Japanpapiers stellenweise durch das Elfenbein.
 
Restaurierung:
• Entfernung der verhärteten Wachsschicht mit Skalpell, teilweise unter UV-Licht
• Verspachtelung des Spannungsrisses mit Kreidegrund
• Absperrung mit Schellack
• Retusche mit Mussini Harz-Ölfarben
 
Dank geht an A. Denk für ihre fachliche Einführung.
 

https://youtube.com/shorts/FFE84j7jxJsElfenbeinschatulle, RokokoAuf dem Deckel (Ø ~9 cm) befindet sich ein fein gearbeit...
24/10/2025

https://youtube.com/shorts/FFE84j7jxJs

Elfenbeinschatulle, Rokoko

Auf dem Deckel (Ø ~9 cm) befindet sich ein fein gearbeitetes Elfenbeinrelief, das ein elegant gekleidetes Paar – einen Kavalier in Kniebundhose, Gehrock und Dreispitz sowie eine Dame in ausladendem Kleid mit Spitze und höfischer Frisur – vor parkähnlicher Architektur mit Baum, Zäunen und einem architektonischen Portal zeigt. Ein kleiner Hund begleitet die Szene und symbolisiert Treue.

Hinter der Dame steht leicht versetzt eine zweite Frau, vermutlich eine Zofe oder Anstandsdame, die das Paar beobachtet. Ihr ruhiger Ausdruck und die Platzierung direkt hinter der Hauptfigur deuten auf eine dienende, aber vertraute Position hin – sie ist Zeugin eines höfischen Flirts oder möglicherweise Mitwisserin.
Solche Nebenfiguren waren in galanten oder höfischen Darstellungen des 18. Jahrhunderts üblich und dienten dazu, die gesellschaftliche Hierarchie, Etikette und die soziale Situation zu veranschaulichen.

Die Komposition ist typisch für das Rokoko und den Übergang zum frühen Biedermeier (ca. 1770–1820): galante Liebesszenen, florale Ornamentik, fein ausgearbeitete Details und die Einbindung von Nebenfiguren als dramaturgische Mittel waren beliebt in Elfenbeinschnitzereien dieser Epoche. Die Darstellung von höfischem Liebeswerben in gepflegten Außenanlagen spiegelt die Vorlieben der bürgerlichen und adligen Kreise in Deutschland und Frankreich wider.

Der Boden und die Innenwand der Schatulle, einschließlich derjenigen des Deckels, sind mit Schildpatt belegt, das mit rotem Japanpapier hinterlegt ist.
Ein Spannungsriss wurde zu einem früheren Zeitpunkt verklebt, und das Motiv mit Wachs überzogen. Im Laufe der Zeit diffundierte die rote Farbe des Japanpapiers stellenweise durch das Elfenbein.

Restaurierung:
• Entfernung der verhärteten Wachsschicht mit Skalpell, teilweise unter UV-Licht
• Verspachtelung des Spannungsrisses mit Kreidegrund
• Absperrung mit Schellack
• Retusche mit Mussini Harz-Ölfarben

Ein herzliches Dankeschön geht an Anne Denk für ihre Einführung und fachliche Begleitung.
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Ivory Box with Courting Scene

On the lid (Ø ~9 cm) is a finely crafted ivory relief depicting an elegantly dressed couple — a cavalier in knee breeches, frock coat, and tricorn hat, and a lady in a voluminous gown adorned with lace and a courtly hairstyle — set before a park-like architectural backdrop with a tree, fences, and an ornamental gateway. A small dog accompanies the scene, symbolizing fidelity.

Behind the lady, slightly offset, stands a second woman — likely a maid or chaperone — observing the couple. Her calm expression and placement directly behind the main figure suggest a serving yet familiar role: she appears as a witness to a courtly flirtation or perhaps as a confidante.

Such secondary figures were common in 18th-century galant and courtly scenes, helping to illustrate social hierarchy, etiquette, and the subtleties of interaction within the depicted milieu.

The composition is characteristic of the Rococo and the transition to early Biedermeier (c. 1770–1820): gallant love scenes, floral ornamentation, finely executed details, and the inclusion of secondary figures as narrative devices were popular features in ivory carvings of this period. The portrayal of courtly courtship in cultivated outdoor settings reflects the aesthetic preferences of both bourgeois and aristocratic circles in Germany and France.

The interior walls and base of the lid are framed with tortoiseshell, backed with red Japan paper.
A stress crack had previously been glued, and the surface coated with wax. Over time, the red pigment from the Japan paper has partially migrated through the ivory.

Restoration:
• Removal of the hardened wax layer with a scalpel, partly under UV light
• Filling of the stress crack with chalk ground
• Sealing with shellac
• Retouching with Mussini resin-oil paints

With sincere thanks to Anne Denk for her introduction and professional guidance.
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Der Deckel dieser runden Elfenbeinschatulle (Ø ~9 cm) zeigt ein elegant gekleidetes Paar – einen Kavalier in Kniebundhose, Gehrock und Dreispitz sowie eine D...

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