12/03/2026
Auch dieses Schlafzimmer folgt dem Prinzip der räumlichen Verbindung; jedoch auf eine andere, präzisere Weise.
Das Bad ist hier als eigenständiges Volumen in den Raum eingefügt. Ein Kubus aus satiniertem Glas und Metall. Ein klar gesetztes Element, das sich als zeitgenössischer Eingriff abzeichnet und dennoch selbstverständlich in die bestehende Struktur einfügt. Sichtbar, aber diskret. Präsenz ohne Dominanz.
Wie in den anderen Bereichen bleibt der Dialog zwischen Neu und Bestand bewusst lesbar. Der Kubus zeigt sich als neues Element; und doch lenkt er nicht vom Charakter des Zimmers ab, sondern ergänzt ihn.
Auch der Boden erzählt von diesem sorgfältigen Umgang. Teile des originalen Parketts konnten erhalten werden; wo Eingriffe notwendig waren, wurde das Muster konsequent weitergeführt. Die Zeichnung bleibt bestehen, das Spiel von hellen und dunklen Tönen setzt sich fort. Unterschieden wird Alt und Neu allein durch die Wahl unterschiedlicher Holznuancen, eine subtile, aber ehrliche Geste.
Im Sinne der Bewahrung erhielt der Badkubus zudem eine eigene Abdeckung nach oben. Sie schützt die historische, dekorierte Decke vor Feuchtigkeit und bewahrt so ihre Substanz.
Im Inneren des Kubus finden sich die wiederkehrenden Elemente des Projekts, Rosé, Schwarz, Glas. Auch hier wird nichts dem Zufall überlassen. Das Bad reduziert sich auf das Wesentliche; funktional durchdacht und bei Bedarf vollständig schliessbar. Das satinierte Glas wirkt als Filter, es setzt eine Grenze, ohne das Licht zu stoppen, und lässt die Wahrnehmung des Raumes darüber hinaus bestehen.
Ein Raum im Raum, klar definiert und dennoch durchlässig.
Ein Eingriff, der zeigt, wie sich Gegenwart präzise und respektvoll in Bestehendes einschreiben kann.