Zeilenweise - REDEN mit Herz

Zeilenweise - REDEN mit Herz Jana Mücher

Ihre freie Trauerrednerin in
Breckerfeld, Ennepetal, Hagen, Halver und Umgebung

Geburtsort. Beruf. Familienstand. Das beschreibt ein Leben. Aber noch keinen Menschen.Ein Mensch steckt oft in ganz ande...
06/05/2026

Geburtsort. Beruf. Familienstand.

Das beschreibt ein Leben. Aber noch keinen Menschen.

Ein Mensch steckt oft in ganz anderen Dingen:

Darin, dass jemand Kuchen immer von hinten gegessen hat.
Dass der Rasen im Garten wichtiger war, als der eigene Rücken.
Oder das sofort der Grill angeworfen wurde, sobald es ein bisschen trockener war.

Genau bei solchen Sätzen verändert sich oft etwas im Raum.

Weil plötzlich nicht mehr über „den Verstorbenen“ gesprochen wird. Sondern über einen echten Menschen.

Mit Eigenheiten. Gewohnheiten.
Kleinen Dingen, die geblieben sind.

Und es sind genau diese Erinnerungen,
die Familien später festhalten.

Denn: ein Lebenslauf ist noch keine Persönlichkeit!

🩵

Bild: pixabay

Heute Vormittag hat mein Telefon geklingelt.Eine leise Stimme am anderen Ende.Dann der Satz: „Sie wurden uns empfohlen.“...
24/03/2026

Heute Vormittag hat mein Telefon geklingelt.

Eine leise Stimme am anderen Ende.
Dann der Satz: „Sie wurden uns empfohlen.“

Nach solchen Gesprächen bleibe ich oft noch einen Moment sitzen. Weil ich spüre, was da eigentlich passiert ist.

Jemand hat meinen Namen weitergegeben.
In einer Zeit, in der nichts leicht ist.
Vielleicht nach einer Trauerfeier.
Vielleicht in einem Gespräch am Küchentisch.

Schon 2010 habe ich meine Diplomarbeit über Empfehlungsmarketing geschrieben.
Damals ging es um Zahlen, Strategien, Modelle.

Heute geht es für mich um etwas anderes:
um Vertrauen, das von Mensch zu Mensch weitergereicht wird.

Ich weiß, wie viel darin liegt.
Und ich gehe sehr achtsam damit um. 🩵

Danke an alle, die mich weiterempfehlen!

„Aber unser Lieblingsmensch war doch in der Kirche … dürfen wir dann überhaupt eine freie Rednerin nehmen?“Ja — das dürf...
18/02/2026

„Aber unser Lieblingsmensch war doch in der Kirche … dürfen wir dann überhaupt eine freie Rednerin nehmen?“

Ja — das dürft ihr. 🤍 Die Mitgliedschaft in einer Kirche bedeutet nicht, dass es nur einen einzigen Weg für einen Abschied gibt.

Viele Familien wünschen sich die vertrauten Worte des Glaubens, Gebet und Segen durch ihre Kirchengemeinde.

Andere spüren, dass sie sich eine sehr persönliche Rede, viele Erinnerungen und einen individuellen Blick auf das Leben des verstorbenen Menschen wünschen.

Beides ist möglich. Und beides darf sein.

Aber: Eine freie Rednerin wird immer separat beauftragt und bezahlt — dafür entsteht viel Raum für persönliche Gestaltung.

Am Ende geht es nicht um „richtig“ oder „falsch“.
Es geht darum, dass Menschen sich aufgehoben fühlen. Dass ein Abschied entsteht, der trägt. Der tröstet. Der dem Leben gerecht wird.

Wenn ihr unsicher seid, was möglich ist — fragt euren Bestatter vor Ort oder ruft mich an. 🩵



Bild: pixabay

02/02/2026

Vielleicht fühlt sich gerade alles unsicher an.
Vielleicht wisst ihr gar nicht, wo ihr anfangen sollt.
Und vielleicht fragt ihr euch, wie ein Abschied überhaupt gelingen kann, wenn das Herz so schwer ist.

Genau deshalb möchte ich euch zeigen, wie eine Lebensfeier mit mir abläuft –
damit ihr wisst, was euch erwartet
und ein kleines Stück Sicherheit bekommt.

🤍 Der erste Kontakt
Manchmal über den Bestatter, manchmal direkt über euch.

Wir vereinbaren einen Gesprächstermin.

🤍 Unser Gespräch
Dieses Gespräch kann alleine stattfinden,
mit einem Menschen an eurer Seite,
mit der engsten Familie oder mit Freunden.
So, wie es sich für euch in diesem Moment stimmig anfühlt.

Ihr erzählt mir von eurem Menschen.
Von dem, was ihn ausgemacht hat.
Von leisen und lauten Momenten von Lachen und Tränen.

Ich höre zu. Ich halte aus. Ich schreibe mit.

🤍 Was Raum bekommt
Musik, Rituale, Worte von euch.
Wünsche – und auch Grenzen.
Alles, was wichtig ist, darf gesagt werden.
Nichts wird übergangen.

🤍 Die Rede
Aus euren Erinnerungen entstehen Worte.
Eine Rede, die ihr am Tag des Abschieds zum ersten Mal hört – ehrlich, behutsam und getragen von Respekt.

🤍 Die Lebensfeier
Ich führe durch die Zeremonie, halte den Rahmen
und sorge dafür, dass ihr euch fallen lassen könnt.

🤍 Danach
Die Rede bleibt.
Als Erinnerung. Als Verbindung. Als etwas zum Wiederlesen.

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Ich bin von Anfang bis zum Ende für euch da.
Ihr müsst diesen Weg nicht allein gehen.

📞 0160 97683511
✉️ [email protected]

Früher dachte man: Schwarz, schick, unbequem. Bloß nichts Falsches anziehen – selbst fürs letzte Mal.Warum eigentlich?We...
21/01/2026

Früher dachte man: Schwarz, schick, unbequem. Bloß nichts Falsches anziehen – selbst fürs letzte Mal.

Warum eigentlich?
Wenn wir schon über alles reden dürfen, warum nicht auch darüber, was wir tragen wollen. Vielleicht lieber weich statt steif. Bequem statt geschniegelt. Vielleicht sogar Jogginghose.

Am heutigen „Tag der Jogginghose“ erinnert mich das daran, wie sehr sich unsere Vorstellungen ändern dürfen. Würde, Respekt und Liebe sitzen nicht im Stoff – sondern in der Haltung. 🩵



Bild: pixabay

🎄💍Zwischen Plätzchen, Geschenkpapier und einem lauten„Oh wow!“ ist es passiert –ihr seid jetzt verlobt. 🤍Herzlichen Glüc...
26/12/2025

🎄💍

Zwischen Plätzchen, Geschenkpapier und einem lauten
„Oh wow!“ ist es passiert –
ihr seid jetzt verlobt. 🤍

Herzlichen Glückwunsch ihr zwei! 💕

Der Ring sitzt, die Freude ist groß
und da taucht sie auf, diese Frage:
„Wie soll unsere Trauung eigentlich werden?“

Und wenn nun eure Antwort ist,
dass ihr euch eine freie Trauung wünscht,
die persönlich ist,
berührt,
zum Lachen bringt
und sich genauso anfühlt wie ihr zwei –
so ganz ohne Kitsch-Zwang…

…dann schreibt an [email protected] oder ruft mich an auf Tel. 0160/97683511 – ich freue mich auf euch 🥳

Im Jahr 2025 steht ein Engel als Symbol für all die besonderen Menschen, die ich begleiten durfte – in Momenten der Trau...
22/12/2025

Im Jahr 2025 steht ein Engel als Symbol für all die besonderen Menschen, die ich begleiten durfte – in Momenten der Trauer, genauso wie in Zeiten der Freude.

Der Engel erinnert mich daran, dass jede Begegnung wie ein leiser, liebevoller Flügelschlag Spuren hinterlässt – bei mir und bei den Menschen, die ich begleiten darf. Er ist ein Symbol für das, was bleibt: Verbundenheit, Erinnerung und Wertschätzung.

Als Rednerin durfte ich in diesem Jahr 25 Familien auf Abschieden und neuen Anfängen begleiten und wurde dabei in sehr persönliche Geschichten hineingelassen. Für euer Vertrauen und eure Offenheit bin ich zutiefst dankbar. Jede Begegnung hat mich berührt, bereichert und Spuren in meinem Herzen hinterlassen.

Während nun bereits die ersten Termine für 2026 geplant sind, ist jetzt Zeit für eine kleine Pause – für meine liebe Familie, Ruhe und Besinnung.

Ich wünsche euch eine friedvolle Weihnachtszeit und einen leichten, glücklichen Start ins neue Jahr 2026! ✨

Von Herzen,
Eure Jana

www.zeilenweise.net

Es ist ein Schatz, wenn man beim Vorbereiten einer Lebensfeier auf Worte des Verstorbenen stößt.In einem alten Zeitungsa...
13/11/2025

Es ist ein Schatz, wenn man beim Vorbereiten einer Lebensfeier auf Worte des Verstorbenen stößt.

In einem alten Zeitungsartikel habe ich H. noch einmal selbst „sprechen“ gehört – über seine Arbeit, die er liebte, über die Webstühle, die sein Leben begleiteten.

„Sobald einer der 400 Fäden nicht mehr korrekt läuft, höre ich diesen Fehler.“

Diese Worte sind mehr als nur Erinnerung – sie erzählen, wer er war.
Ein Mensch mit Geduld, mit Gespür, mit einem feinen Ohr für das, was hält.

Für mich sind solche Momente besonders wertvoll.
Wenn ich bei der Vorbereitung einer Lebensfeier die echte Stimme eines Menschen finde, dann wird spürbar, wer er wirklich war – nicht nur, was über ihn erzählt wird.

Denn es geht in meiner Arbeit nicht nur darum, einen Abschied zu gestalten, sondern darum, das Leben eines Menschen sichtbar zu machen, mit all den leisen und lauten Tönen, die dazugehören. 🩵



Bild: pixabay

Neulich saß ich mit einer Familie am Tisch beim Vorgespräch für eine Lebensfeier.Die Mutter sagte leise:„Ich weiß nicht ...
22/10/2025

Neulich saß ich mit einer Familie am Tisch beim Vorgespräch für eine Lebensfeier.

Die Mutter sagte leise:
„Ich weiß nicht … unser Tim ist sieben. Er war seiner Oma so nah. Aber ich will nicht, dass er Angst bekommt.“

Ich fragte: „Wovor könnte er denn Angst haben?“
Und die Mutter antwortete nach einer Weile:
„Vielleicht davor, dass alle weinen. Oder dass es komisch ist.“

Ich sagte: „Vielleicht hat Tim gar keine Angst. Vielleicht hat nur jemand Angst für ihn.“

Oft sind es nicht die Kinder, die sich fürchten,
sondern wir Erwachsenen, weil wir selbst unsicher sind, wie wir über den Tod sprechen sollen.
Dann sagen wir: „Du musst keine Angst haben.“
Und genau damit machen wir die Angst erst sichtbar.

Stellt euch vor, jemand reicht euch eine Tasse Kaffee und sagt:
„Trinken Sie ruhig. Keine Angst, der ist ganz in Ordnung.“
Was würdet ihr denken?

Wie anders klingt es, wenn gesagt wird:
„Morgen verabschieden wir uns von Oma. Da sind viele Menschen, und es wird traurig, weil wir sie vermissen. Ich bin bei dir, und du darfst alles fragen.“

Kinder müssen nicht zur Beerdigung gehen, wenn sie das nicht möchten oder es sie überfordert.
Aber sie haben ein Recht auf Abschied –
auf ein Dabeisein oder eine eigene Form des Verabschiedens, die ihnen hilft zu verstehen und zu trauern.

Kinder müssen nicht vor der Trauer geschützt werden –
sie müssen in ihr begleitet werden. 🩵



Bild: freepik

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